brechen dieser Sachen bald nach sich ziehen würbe. Umdies zu verhindern, so werden die Sachen wieder um einengewissen Grad erwärmt, das heißt: man läßt sie an-laufen oder man läßt sie an (k-nr-v rsvenii); wo-durch folgende Farben zum Vorschein kommen: r)Strohgelb, 2) Goldgelb, z) Karmosinroth,4) Hellviolet, 5) Kupferroth, 6) Dunkelblau,7) Lichtblau, 8) Blaugrün, und 9) wieder weißmit mattem Glänze.
Diese verschiedenen Abstufungen der Farben sind fürden Künstler Kennzeichen der allmähligen Abnahme derHärte oder Sprödigkeit. So ist z. B. die dunkeIbjaueFarbe zu Uhrfedern, zu dünnen Zapfen und zu Spin-deln u. s. w. anwendbar. Von Karm 0 si wro t h bisKupferroth zu starken Zapfen, und überhaupt zu allenandern Theilen der Uhr. Das Minurcnrohr läßt manlichtblau auch wohl blau grün anlaufen; das Ge-triebe daran muß aber härter bleiben. Strohg'elbeFarbe ist für Grabstichel, Stempel u. d. gl. violet zustarken Druckfedern. Diejenigen Theile der Uhr. die bloszu Zierrathen da sind, läßt man blaugrün bis zurweißen Farbe anlaufen.
Man pflegt gewöhnlich die Sachen, die man anlas-sen will, aus ein dünnes Blech zu legen, welches manAnlaßblech nennt. Hauptsächlich aber muß man da-hin sehen, daß man ein gleichförmiges Feuer unterhält,damit alle Theile zugleich anlaufen. Sind die anzulasten-den Sachen nicht ganz gerade, so daß sich nicht alle Theileau das Blech anschließen; so pflegen die Uhrmacher ge-schabte Kreide auf das Blech, und darauf alsdenn dieSachen zu legen.
Nach diesen angeführten Regeln kann zwarder Künstler überhaupt das Härten recht gut verrichten;die verschiedene Beschaffenheit des Stahls aber, und dieverschiedenen Härtungsmethoden machen Hiebey doch zu-weilen viele Ausnahmen. So ist, nach Rin mann(am angeführten Orte) gegerbter oder gewürkter Stahl