Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
246
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Verfahren angewandt werden. Nachdem dies bestimmtist, so dreht man das Getriebe nach dein Maaße desDurchmessers desselben, wozu man sich-H wahrend der Be-handlung, um die bestimmte Dicke zu bekommen, desTastercirkels, oder auch des sogenannten Trieb-maaßes (s. Triebmaas) bedienen kann. Hat mandies gethan, so müssen die Stellen für die Triebstecken desGetriebes bestimmt, oder das Getriebe muß in die AnzahlTriebstecken eingetheilt und hernach eingeschnitten wer-den. Man bedient sich dazu einer Theilmaschine oder soge-nannten Triebscheibe. Eine solche ist schon im ArtikelDrehbank beschrieben, von der gewöhnlichen Trieb-scheibe findet man in den Artikeln Eintheilen die Ge-triebe und Triebscheibe Belehnn«;.

Nachdem man also mit der Triebscheibe die richtigejage der Triebstecken bestimmt hat, so feilt man sie hernachda ein, und es werden sodann die Triebstecken und dieZwischenräume derselben entstehen.

Um nun zu erfahren, wie tief und wie weit der Zivi-schenraum zwischen zwey Tricbstecken, in welchem ein Zahndes Rades greift, und wie stark ein Triebstecken selbst seynmuß; so muß man überlegen, daß bey der Bewegungdes Räderwerks zwey Zähne des Rades den Triebfteckenergreifen. Es muß also letzterer so dick seyn, daß er inden Zwischenraum zweyer Zähne hineingehe; dieser Zwi-schenraum wäre also das Maas der Dicke des Triebsteckens.Eine leichtere Bewegung und eine mindere Friction erfor-dert aber, daß der Trjebstecken doch noch etwas dünnerseyn müsse, als der Zwischenraum beträgt, ohngefähr mneine Papierdicke von beyden Seiten. Nachdem also aufdiese Art die Vertiefungen in die Getriebe gefeilt sind,welche nachmals die Triebstecken bilden; so wird nur nochdie gehörige Figur derselben nach dem Artikel Eingrifberichtigt, die Welle nach der erforderlichen Stärke abge-dreht, die Facette mit einer feinen schicklichen Feile auf derDrehbank recht gerade und eben gemacht, mit einer Polir-feile und denn mit Schmirgel oder Blutstein polirt. Zu-