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Fr. Jos. Gerstners Vergleichung der Kraftund Last beym Räderwerk in Rücksicht auf die Reibung.In den neuern Abhandlungen der königl. Böhm. Gesell-schaft der Wissenschaften i. Band.
Besondere Anwendung der Lehre von derFriction auf den Bau der Uhren.
Noch einmal will ich hier anmerken, daß, wo dieFriction vermindert werden soll, man nach obigen Regelnimmer das Metall ausfuchen^nüsse, welches dem Reibenam wenigsten ausgesetzt ist. Dies ist nun, wie man weis,Messing auf Stahl. Die Ursache, warum sich zweyKörper von einerley Materie, als Messing auf Messing,oder Stahl auf Stahl, mehr reiben, als Körper vonverschiedenen Materien, ist wohl darin zu suchen, weildie Bildung der Theile zweyer Körper von einerley Materieeine und dieselbe ist. Daher passen die Erhöhungen einesKörpers von einer gewissen Materie in die Vertiefungen— wenn man unter Erhöhungen und Vertiefungen dierauhe Fläche versteht — eines andern Körpers von dernämlichen Materie genauer, als wenn diese Körper ausverschiedenen Materien bestanden, wo auch die Strucrurder Theilchen verschieden seyn würde.
Die Friction kann vorzüglich auch dadurch verringertwerden, wenn man die auf einander drückenden Flächenso leicht als möglich macht. Je schwerer die Körper sind,oder je größer die Last oder die Kraft ist, die sie an ein-ander drückt, desto größer wird auch die Friction seyn.Denn alsdann werden die hohen Theilchen der Körper tie-fer und also auch fester in die Vertiefungen gedrückt, wo-durch nothwendig, weil alsdann eine stärkere Kraft erfor-dert wird, sie wieder von einander zu trennen, die Rei-bung größer wird. Um diese Rege! nun bey der Verferti-gung der Uhren anzuwenden, so müßte man die bewegen-den Theile, als Räder und Wellen, Zahne und Zapfenrecht leicht zu machen suchen, damit der Druck, den ein