Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
191
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braucht man sie nur zwischen den Fingern durchzuziehen,und zu sehen, ob man keine Ungleichheiten und Buchtenwahrnimmt. Legt man sie in die Trommel, so muß jederUmgang der Feder gleich weit von dem andern entfernt seyn,und auch ohne sich zu berühren, so bleiben, nachdem man sieaufgewunden, und sie sich wieder ausgebreitet hatte. Auenbeym Herausnehmen aus der Trommel muß sie ihre vorigeGestalt und ihren vorigen Raum wieder einnehmen.

Bey Federn zu Pendeluhren ist schon die beschriebeneSorgfalt bey der Verfertigung zu beobachten nicht so noth-wendig. werden auch diese Federn gewöhnlich vongegerbtem Schmclzstahle, welcher mehr zähe und starkist, verfertigt.

Leutmann (vollständige Nachricht von Uhren.Erste Conrinuation oder 2. Theil. Halle 1722 S. 105u. f.l hat auch ein simpeles Werkzeug zum Verfertigen derUhrfedern vorgeschlagen, wobey noch die Vorrichtung an-gebracht ist, mittelst welcher die Breite der Federn anallen Stellen gleich gemacht werden kann. Es besiehtdiese Vorrichtung aus ein Paar stählernen Theilen, welchenach der Breite der Federn von einander abstehen, undan ihren Enden Absähe haben, die inwendig gleich Feilengehalten sind, wodurch denn die Federn gezogen werden.Ueberbaupt lauft bey der Maschine des Leutmanns die Me-thode, die gehörige Stärke und Gleichheit der Feder ver-möge des Durchziehen«; durch ein Paar über einander ge-legte Feilen zu erhalten, mit der beschriebenen des Rin-manns auf eins hinaus; nur die Art des Härtens und desAuswindens ist bey jener verschieden, aber lange nicht sovollkommen als des Rinmannö seine. Sehr lehrreich han-delt auch noch von der Verfertigung der Federn Hr. Be r.khoud (Ulai lur 1'borlogei'l6 Voin. I. ^27;Geißlers Lehrbegrif der Ührmacherk. VI. Th.) Ernimmt dazu denjenigen Stahl, welcher in Frankreich unterdem Namen Atolle äe zront bekannt ist.

Um für die Feder die gehörige Länge, oder welches einer-ley ist, die richtige Anzahl Umgänge, zu finden; so muß