Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
190
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an einem Ende, und zwar an demjenigen, welches dieUhr beym Aufziehen zuerst zieht, schwacher seyn muß alsam andern, weil die Elasticität der Feder, wenn dieFeder überall gleich dick ist, beym allmäligen Ablaufen derUhr immer schwacher wird, und alsdann mit geringererKraft auf die Uhr würkt; so hat man zu diesem Endzweckefolgende Maschine erfunden, die in den englischen Uhrfa-briken gebraucht wird: Zwey Parallelepipeda von Bleyein Parallelcpipedum ist ein eckiger Körper, dessen gegen-über stehenden ebenen Flachen und Seiten einander parallelsind werden übereinander gelegt. Das oberste ist etwa8c> bis i-2O Pfund schwer, i ^ Fuß lang und 4 oder 5Zoll breit. An eine Seitenfläche desselben wird ein Hebelangebracht, wodurch es in die Höhe gehoben werden kann.

Die auf einander liegenden Flachen dieser beyden Bleykör-per müssen ganz eben seyn, und genau auf einander passen.Wird nun mittelst des Hebels das obere Parallelcpipedumgeboben, zwischen beyde Schmirgel und Baumöl gestri-chen, und die Feder darauf gelegt, die mit dem einen sEnde in den Feilkloben gespannt ist, den man mit der rech-ten Hand hält, und nun der obere Bleykörper wieder her-untergelassen; so kann man die darunter liegende Feder wie-der herausziehen, wodurch diese, wenn man die Operationmehrmals wiederholt, völlig geebnet und ihr hinteres Endedünner gezogen wird. Hierauf nimmt man jede Federallein vor, und ründet ihre Kante. Man trocknet siesodannsmit einem Lappen von Semischleder und feinemBlutstein recht rein ab. Zuletzt laßt man auch das dickereEnde, welches in den'Feilkloben gespannt war, weichwerden, biegt es zu einem kleinen Knoten, und schneidetein kleines Loch in denselben, mittelst dessen nian die Federan einen cylindrischen Stift mit einer Winde befestigt,

(s. Fcderwinder) so daß, wenn man diesen Stift be-hutsam umdreht, sich die Feder spiralförmig um denselbenwindet.

Läßt man nun der Feder den freyen Willen sich aus-zubreiten, und man will untersuchen, ob sie gut sey; so