Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
189
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Fed 189

Jetzt wirb zum Härten Anstalt gemacht, welches in einemkleinen Glühofen, von Ziegeln verfertigt, und mit zweyRosten in Abstände einer Viertelelle versehen, geschieht.Auf beyde kleine Roste wird Feuer von guten Erlen - oderBirkenkohlen gemacht. Sind die Kohlen in voller Glut;so werden die Federringe in eine kleine runde vorher glühendgemachte Pfanne von gegessenen Eisen, die mit Deckel undHandhaben versehen ist, gelegt, und diese auf dem unternRost so zwischen zwey Feuer gestellt, dasi sie eine gleich,-förmigeHitze erhalten muß. Wenn die Federringe überallmit einer kirschbraunen Farbe glühen, so nimmt man diePfanne geschwind vom Feuer, und wirft die Federringein ein Gefäß mit kaltem Rüböl, wodurch sie gelöscht undgehärtet werden. So macht man es mit allen übrigen.

Sind die Federn auf diese Art gehärtet, so löst mandie Ringe, nachdem man sie aus dem Oele genommen,auf, trocknet sie etwas ab, und legt sie auf eine über einemKohlbecken recht heiß gemachte eiserne Platte, auf welchersie mit gelber Farbe anlaufen mühen. In dieser Hitzewerden sie auch zugleich ausgestreckt, und mit feinemSande rein gescheuert. Darnach macht man aus zweyDutzend ein Bund, welches mit feinem Drathe umwickeltwird. Man laßt diese Blinde wieder auf dem heißenBleche so stark anlaufen, daß die Ränder eine hochbrauneFarbe zeigen. Da aber bey dieser Procedur die äußernFedern starker anlaufen würden als die innern, so lßgt manan jede Seite des Bundes eine ungehärtete blos gehäm-merte Feder. Nun nimmt man die Bunde wieder aus-einander, und richtet sie mit dem Polirhammer und Am-bos, wegen der etwanigen Biegungen im Härten, wiedergerade, und ebnet sie zugleich auch mit einer Polirfeile undOel auf den Flächen und Kanten. Man spannt sie dannwieder in das obige Gestelle zum Schleifen, und zieht siemit feinerm Schmirgel zwischen den Bleyplatten rechtfein und glänzend.

Nach dieser geendigten Operation würden die Federnbegreiflich überall gleich dick seyn. Da sie aber gewöhnlich