Bruche ist er gleich, etwas grobkörnig; die Körner sindjedoch nicht eckig. Er schlägt sich beym Glühen lichtbraunund beym nachmaligen Ablöschen im Wasser überall rein,und erscheint mit matter Silberfarbe. So gehärtet mußer nun von einem Hammerscblage abspringen, und so feinerscheinen, daß sein Korn kaum zu erkennen ist. Sollteer anders beschaffen seyn, so wird er nicht zur Verferti-gung der Uhrfedern angewandt; er müßte denn von neuengegerbt werden.
Um nun die Uhrfedern zu verfertigen, so wird nachRinmann (am angeführten Orte) eine Zaine Stahl zuDrach gezogen, nachdem man vorausgesetzt hatte, daßdie Scheiben durch deren Löcher das Durchziehen geschieht,vorn besten steyermärkischen gehärteten Stahle sind, damitd-e Löcher vorn Durchziehen nichts leiden. Es wird dar-auf der Drath geglüht, und auf einem polirten Amboßevon einer geübten Hand zur erforderlichen Breite geschla-gen , und alsdann zur Länge zweyer Uhrfedern geschnitten.Zu Feoern für Taschenuhren ist das einmalige Glühen hin-stmgüch, für große Uhren hingegen muß das Glühenzwei mal geschehen. Nach dieser Procedur werden dieHammerschläge lind ungleichen Kanten durch die Feile weg-genommen. Darauf spannt man die Federn mit beydench 'den zwischen zwey auf starken eisernen Stangen beweg-l:->e Rollen, und so werden sie der Länge nach zwischen' v Feilen mit hölzernen Griffen, die länger, kürzer und' uer auf einander geschroben werden können, gefeilt," zwischen ihnen hin und her gezogen, wodurch die Federnihre gehörige Stärke erlangen.
Nun wären also die Federn gleich dick und von dench ounerschlägen gereinigt. Sie werden alsdann in ebenc Gestelle zwischen zwey Bleyscheiben mit grobenmirgel und Baumöl geschliffen, und dadurch alle Feil-! > 'he weggenommen. Man schneidet sie alsdann zurerforderlichen Länge, und wickelt sie dutzendweise in Ringe,oo.-. bis ; Zoll im Durchmesser, mit feinem Drache so,daß er die Berührung der Federn unter einander bindert.