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1 (1810)
Entstehung
Seite
129
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der Steigradshemmung hat, sind auch nicht unbeträcht-lich, und überwiege» merklich die etwanigen Vorzüge, dieman ihnen vor dieser zuschreibt.

Man muß zu einer Cylinderuhr eine Unruhe nehmen,die genau für die bewegende Kraft abgemessen ist (st U n-ruhe). Wenn die Unruhe zu groß ist, so sind auch dieBogen größer, die sie vibrirc, und daher geht die Uhr zulangsam. Ist der Durchmesser der Unruhe kleiner so wirddie Uhr zu geschwind gehen. Bey der Steigradshem-mung finden die Veränderungen lange nicht in solchemMaaße statt.

Weil man bey der Cylinderhemmung kein Kronradnöthig hat, so ist freylich auch der richtige Eingrif desMittelrades in das Getriebe des Cylinderrades besser zutreffen; allein beym Ausschleifen der Zapfenlöcher wird ernur desto leichter wieder in Unordnung gebracht, dieSchwierigkeiten nicht zu gedenken, welche die Cylinderuhrbey der Bearbeitung macht, weil sie so viele Genauigkeitvorausseht. Die Lippen des Cylinders, wovon die eineabgeründet, die andere abgeschrägt und zwar etwas con-cav abgeschrägt ist, auch durch diese, welche von denZahnen des Cylinderrades berührt werden, entsteht einestarke Friccion, weil man den Cylinder nicht zu dünnemachen darf. So ist nun bey der Cylinderhemmungimmer viel Oel nöthig, durch dessen allmälige Verdickungnach und nach mancherley Veränderungen im Gange derUhr erzeugt werden, wovon die gut gearbeitete Steigrads.Taschenuhr nichts gewahr wird.

Je mehr die Friction der Zapfen der Unruhe vermin-dert wird, desto größer muß die bewegende Kraft seyn,damit die Vibrationen vermehrt werden, und die Compen-sation der Wärme und Kalte Statt finde. Daraus wirdalso begreiflich, daß bey einer solchen Uhr der Druck ausden Cylinder empfindlicher würde, die Friction grö-ßer, eben so auch die Verändenmgen auffallender, dieaus dieser Friction entspringen. Es würde daher füreine Cylinderuhr vortheilhafter seyn, wenn man die Zapfen

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