Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
128
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bey unserer Uhr nicht 20 Grad, etwas mehr, oder weni-ger beträgt, so muß das Cylinderrad mehr oder wenigervon dem Cylinder entfernt, oder mehr oder weniger ihmnäher gerückt werden. Um aber zu wissen, ob das Hebengenau 20 Grad sey, so mache man an den Rand des Klo-bens einen Strich, genau in die Mitte des Zwischenraumszwischen den beyden Enden des Flügels der Stellung, oderauch in die Mitte des Zwischenraums zwischen den beydenFüßen des Unruhklobens, und 20 Grad von diesemStriche nach beyden Seiten wieder einen Strich. Nach-dem man das Rad eingehängt hat, lege man ein StückPapier zwischen die Unruhe und den Kloben, damit mandie Unruhe nur mit etwas Gewalt fortbewegen könne.Alsdann drehe man die Unruhe, bis eine Spitze der Zähnedes Rades die eine Lippe des Cylinders aufnimmt, um dasHeben zu verrichten. In dein Augenblicke mache man einMerkmal an die Unruhe über den mittleren Strich desKlobens, und lasse das Rad noch weiter fortgehen, bisdas Heben geschehen ist. Wenn nun das Heben würklichden vorgeschriebenen 20 Graden gleich ist, so wird derStrich an der Unruhe nach vollendetem Heben genau aufden einen Sprich des Klobens fallen. Ist das Heben abergeringer; reicht der Strich an der Unruhe noch nicht anden Strich des Klobens; so muß das Cylinderrad demCylinder näher gebracht werden. Um sich hiervon nochdeutlicher zu überzeugen, so kann man die Unruhe auchnach der andern Seite nach dem andern Striche hinschie-ben, und sehen, ob da die Hemmung auch 20 Grade sey.

Vergleichung der Cylinderuhren mit dengewöhnlichen Steigrads- Taschenuhren.

Es ist wahr, daß eine gut gearbeitete Cylinderuhrverschiedene Vorzüge vor einer Taschenuhr mit der Steig-radöhemmung hat, z. B. denjenigen daß ihr Gang nichtdurch das Schütteln beym Tragen, Fahren, Reitenu. s. w. verändert wird; allein die Nachtheile die sie hinter