Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
124
Einzelbild herunterladen
 

C y l

124

sehte. Allein erst Graham, ein anderer Engländerverfertigte das Cylinderrad und den Cylinder so, wie sieseit der Zeit bey den Taschenuhren angewandt werden,und machte daher dem Tompion den Namen eines Erfin-ders streitig.

Ersten Begriffe von den Cylinderuhren.

Bis auf das Kronrad, das Steigrad und die Spin-del sind alle Theile der Cylinderuhr mit einer gewöhnlichenTaschenuhr einerley. Statt des Kronradeö ist ein gewöhn-ches Stirnrad L bTg. 2 . Hb. IV. da, welches von demMittelrade v in Bewegung gesetzt wird, und in ein Ge-triebe des Cylinderrades k" greift.

Dies Rad hat die Gestalt wie ? 2 . 1Tb. IV.

oder wie ^ ITß. 4. T^b. III. Stakt der Zahne stehennahe am Umfange des Rades gleich lange Zapfen, senk.recht und in gleicher Entfernung von einander, ohngefähriz an der Zahl. Auf diesen Zapfen sitzen die kleinen hori-zontal liegenden Stücke, welche ganz die Gestalt einesDreyecks haben. Die äußere Seite dieser dreykantigenHaken ist etwas länger als die beyden übrigen, wie manaus ITg. 4- TU). III. sehen kann, wo das Rad, 6den Cylinder vorstellt. Wenn nun das Rad ^ von denübrigen Rädern der Uhr in Bewegung gefetzt wird, sostößt die lange Seite des Zahns gegen den halb ausgehöhl-ten Cylinder, dreht ihn etwas, und die mit ihm verbun-dene Unruhe muß seiner Bewegung folgen. Hat nun derZahn den Cylinder herumgedreht, so macht dieser wiederPlatz, daß die Spitze des dreykantigen Zahns in die Aus-höhlung des Cylinders eindringen kann. Hierdurch inFreyheit gesetzt wird die Unruhe mit dem Cylinder aber-mals von der Spiralfeder zurückgetrieben, der Zahn trittdann wieder aus der Höhlung des Cylinders, indem erihn herumgedreht, heraus u. s. w. So geht es immerwechselsweise fort, s. Hemmung.