Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
125
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Bearbeitung der Cylinderhemmung.

Das Cylinderrad muß aus dem reinsten Messing-bleche, welches stark gehämmert ist, verfertigt werden.Bey der Bestimmung der Größe des Rades richtet mansich nach dem Abstände seines Mittelpunktes vom Mittel-punkte des Cylinders. Es giebt also dieser Zwischenraumden Halbmesser des Rades, welchen man aber doch nochum etwas größer nimmt.

Die Starke des Rades hangt von der Kraft ab, diedie Uhr in Bewegung setzt, und welche auf den Umkreisdes Rades würkt (s. Berechnung der Krast u. s. w.).Geht z. V. die Taschenuhr zo Stunden, und die Kraft,welche die Uhr in Bewegung setzt, betragt 6 Quentchen(s. U n r u h e und Federmaas), und so wie sie auf denUmkreis des Rades würkt 9 Gran; so kann ohngefähr dieDicke des Zahns ^ einer Linie seyn, welches Ber th oud(Ulirck snr I' IlorloAei'ie II. ZZ8) bewiesen hat.(Man sehe auch die eben angeführten Artikel.) Darnachkann man nun auch leicht die Starke des Rades verhält-nismäßig machen.

Die Höhe der Zapfen, worauf die Zahne liegen, rich-tet sich nach dem Raume des Cylinders und nach der Artund Weise wie er ausgehöhlt und ausgeschnitten wurde.

Hat man nun die Dimensionen des Rades einiger-maßen genau bestimmt, so schneidet man das Rad ein undgiebt den Zähnen ihre gehörige Gestalt, s. Räder-schneid z e u g. Ist dies geschehen, und hat man es noch-mals zwischen die Drehbank gebracht, und darin genauabgedreht, so wird es auf sein Getriebe genietet. Mansehe ja darauf, daß es auf dein Getriebe recht rund laufe(s. Rund laufen, und Abwägen ein Rad). SeineHöhe über der Platte richtet sich nach der Kraft, die ausden Umfang des Rades würkt und alsdann auch nach derGröße und Schwere der Unruhe und der Lage auf ihrerAre. Hierauf muß man wohl Rücksicht nehmen, damitder Druck, welcher von der bewegenden Kraft erzeugt wird.