Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
122
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geraden Linie walzt, welcher so lang als der Bogen ist; sobeschreibt ein bestimmter Punkt im Umfange des Kreisesdie Cyk l o ide. Die Gestalt derselben stellt V ^.1'

L. lab. V. vor. Nun verfertigte der große Huyghensnach der Cykloide zwey Bleche, welche die Gestalt dersel-ben hatten, und mit einander verbunden, wie es die6 zeigt, aus Pendel angebracht wurden, (s. Pendel).Dadurch glaubte dieser scharfsinnige Gelehrte die Oscillatio-nen des Pendels isochronischer zu machen, und es wäreihm auch geglückt, weil die Theorie worauf er seine Erfin-dung baute ganz richtig ist, wenn nicht verschiedene Neben-umstände, und selbst die Schwierigkeit die Bleche genaunach der cykloidischen Gestalt zu biegen, den IsochronismuSganz und gar verhindert hätten (s. Pende l). Doch gab,wie man aus dem Artikel Pendel steht, diese Erfindungdes Huyghens zu andern wichtigen Verbesserungen, dieman mit dem Pendel vornahm, Anlaß.

Cykloidisch gebogene Bleche,xliees en C/cloiäes. So werden die Bleche ge-nannt, welche nach der Figur der Cykloide gebogen sind(s. Cykloide), und mit dem Pendel verbunden werden.Es ist nämlich das Pendel an einem Faden zwischen dieBleche angebracht, 6.lab. V.) bey dem Schwin-gen desselben schlägt der Faden an die Bleche, und nimmtselbst die cykloidische Gestalt an, wodurch der Jsochronis-mus der Vibrationen bewürkt werden soll, s. Cykloideund Pendel.

Cylinder, C)linär6. Ein Cylinder isteigentlich ein runder Körper, dessen beyde GrundflächenCirkel von einerley Durchmesser sind, oder mathematischerdemonsirict: ein Cylinder entsteht, wenn ein Cirkel sich aneiner geraden Linie in einer und derselben Richtung undimmer parallel herunter bewegt. Also sind alle Wellen derGetriebe, Zapfen derselben u. s. w. Cylinders, wenn siegenau nach obigtin Lehrsätze gedreht sind. Besonders abernennt Man denjenigen Theil einer Taschenuhr einen Cylin-der, welcher anstatt der Spindel an die Unruhe befestigt