Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
90
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iv. Berechnung, der Anzahl der Zähneund der Trieb stecken der Getriebe aller Rä-der des Geh Werks. Wenn ein Getriebe in einergewissen Zeit eine gegebene Menge Umdrehungen machensoll, in der ein Rad eine Umdrehung macht, so muß mandie Zahl der Zahne eines jeden Rades und Getriebes be-stimmen können. Die gewöhnliche Regel dies zu bewerk-stelligen ist diese: Man zerfälle die gegebene Menge vonUmdrehungen'^ des letzten Rades oder Getriebes in so vieleFactoren, als man Räder und Getriebe haben will; sogiebt jeder Factor den Quotienten, der herauskömmt, wennman ein Rad durch das Getriebe in welches greiftdividirt.

iO Exempel.

Gefetzt man wolle drey Räder und drey Getriebe soeinrichten, daß das letzte Getriebe, bey einer Umdrehungdes ersten Rades 192 mal herumkomme; so zerfalle mandiese 192 in drey Factoren, (weil man drey Räder unddrey Getriebe haben will): diese sind 4; 6; 8, weit 4 x 6 x8 192. Man macht also drey Getriebe, die sich zuden Rädern in die sie greifen wie 4, 6, 8 verhalten. DieAnzahl der Triebstecken wählt man nach Belieben, undste bestimmen alsdann, wenn man sie von jedem Getriebebesonders in obige Factoren einzeln multiplicirt, die Zahlder Zahne der Räder, so daß wenn man von jenen vielenimmt, auch die Anzahl der Zähne vermehrt werden muß;nimmt man hingegen wenigere Triebstecken, so brauchtauch die Menge der Zahne nicht so groß zu seyn. Imerstem Falle muß man die Räder von großem Durchmessernmachen, wodurch die Reibung vermehrt wird, welche Be-rechnung gewöhnlich statt findet, wenn nicht viele Räderin der Maschine beysammen sind; im letzter» Falle erhältman den Durchmesser der Räder kleiner/wodurch zugkichdie Friction vermindert wird. Doch hat man gefunden,daß, wenn die Bewegung der Uhr ordentlich von Stattengehen soll, man die Zahl der Triebstecken nicht gut unter6 nehmen kann.