Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
52
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lind nur wenn auch das vierte Paar zum Stillstehen ge-bracht wird, wird alles gehemmt.

Die den Astronomen bekannte Fränklinsche neuePendeluhr besteht aus g Rädern und 2 Zeigern, welcheStunden, Minuten und Sekunden weisen, (s. RöfilersHandbuch der praktischen Astronomie. Tübingen 1786.i. Tb. S. 19z u. s.). Da man bey der Verfertigungbiner astronomischen Pendeluhr hauptsächlich auf eine.guteEinrichtung und Anbringung des Pendels Rücksicht nimmt,so müßen bierbey besonders die in den Art. Pendel undHemmung ertheilten Vorschriften befolgt werden.

Weit schwerer ist es eine Taschenuhr so einzurichten,daß sie zu astronomischen Beobachtungen brauchbar wird;der veränderliche Gang, der durch die Einwürkung derWärme und Kälte erzeugt wird, ist hier weit schwerer zuVerbestern; die Verminderung der Reibung, so daß miteiner möglichst geringen Kraft ein leichter Gang hervorge-bracht werden kann, ist nicht wenigern Schwierigkeitenunterworfen: um so mehr ist es zu bewundern, daß dermenschliche Verstand alle diese Schwierigkeiten zu bekämp-fen gesucht, und sie auch größtentheils aus dem Wegegeräumt hat. Den ersten Anlaß zu dieser Verbesserunggab die Erfindung der See-oder Längenuhren, derenTheorie auch beym Baue der astronomischen Taschenuhrenangewandt werden konnte. So hat, um die Compensationder Wärme und Kälte für Taschenuhren zu erhalten, Hr.Berthoud (äo la rnelure 6u temj)8 etc. pa». 199;250. Geißler Lehrbegr. Th. 5. S. 5 4 u. f.) folgendeVeranstaltung getroffen:

^ ^ I?i§. 1. 1 H). III. sey die äußere Fläche der ge-wöhnlichen Klobenplatte der Taschenuhr, L L die Unruhe,welche wie gewöhnlich unter ihrem Kloben und über demStellungsrücker a b liegt. Letzterer liegt flach auf derPlatte ^ /V, ist von Stahl lind sehr schwach, c c istder Kloben der Unruhe, worauf sich der Steg v ä befin-det, welcher darum an den Kloben angebracht ist, theilsdamit der kürzere Theil der Welle der Unruhspindel hinrei-chend lang gemacht werden, und die Spindel selbst in glei-