Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
50
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der Hemmung gehindert, während dem Aufziehen nichtauf die Stifte des Rades zu würken.

Verlangt man nun daß die Sekunden schlagen sollen,so zieht man an der Schnur Ick, die an das Ende b" desum k beweglichen Hebels L gebunden ist. Dadurch wirdalsdann 6 von dem Stifte des Rades 6 getrennt, demRade U wird kein Hinderniß mehr im Wege stehen sich zubewegen, und dadurch den Hammer die Sekunden so langeschlagen zu lassen, bis der Zahn § das Rad L so weit her-umgeführt hat, daß der Arm I in den Zwischenraum ä ein-fallt, wo alsdann der Arm I- gehoben und ein Stift desRades !> und daher auch das Schlagwerk aufgehaltenwird. Hieraus sieht man denn, daß die vorbenannten Stiftedem Pendel ganz und gar nicht an seiner Bewegung hin-derlich sind.

Zieht man das Gewicht des Schlagwerks auf, soläßt derZahn ^ das Rad zurückgehen, wodurch der Ein-fall I aus den Zähnen dieses Rades weicht, und dem RadeL verstattet, daß es gedreht werden kann, wenn nachobigen Voraussetzungen die Kraft, welche die Hand aufden Ring anwendet, die Aushebe 6 nicht Herabsinken unddadurch das Rad L aufhalten läßt, ehe noch die Schnurdie Walze herumgeführt hat.

Die Feder X dient, den Einfall I gegen dasRad e zudrücken, damit wenn der Einfall gehobelt wird, er durchdie Würkung der Feder wieder zurückzugehen sich bestrebe.

Diese Uhr ist würklich zu astronomischen Beobachtun-gen so vollkommen, daß sie von jedem Künstler zum ähnli-chen Gebrauch verdient nachgemacht zu werden; denn manwird wohl wenige Uhren finden, welche mit einer solchenGenauigkeit die Sekunden durch die Schläge an eine Glockeandeuten; ein für den Astronomen sehr wichtiger Umstand.

Statt eines solchen Sekunden - Schlagwerks bedientsich der Herr Doctor und Astronom Koch zu Danzigbeym Observiren, einer Uhr mit einem ungleichen Pendel-schlag (s. Bodens astronomisches Jahrbuch für das Jahr1797 S. 170), welcher durch einen falschen Eingrif desHakens in das Steigrad zuwege gebracht wird. Der