Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
16
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angestoßen hat, sich herumdrehen kann. Gewöhnlich istdieser Zirkel so eingerichtet, daß die Schenkel auf dereinen Seite des Charniers noch einmal so lang als auf derandern sind, und an einem dieser Schenkel ist oft auch nochein anderer angeschraubt, welcher gegen den Rand des ab-zuwägenden Rades hingekehrt werden kann, wodurch mandie Stellen des Rades wo es von der Seite schleudert,leicht auffindet.

Man hat noch mehrere Arten des Abwagezirkels.So ist einer in Sprengels Uhrmacher (Handwerkeund Künste in Tabellen, fortgesetzt von O. L. Hartwig.Samml. VIII. ) beschrieben. Auch Hr. Berthoudbeschreibt einen (lom. I. iZg planck. XVIII.H. 12.) der vorzüglich zum Abwägen der Unruhen dien-lich ist. Zwey Schenkel durch welche in der Mitte eineSchraube geht, und die wegen ihrer Elasticität zusammen-gestellt und erweitert werden können, haben an ihrenEnden kleine runde Einschnitte, worin die Zapfen der Un-ruhe gelegt werden. Um nun zu verhindern, daß der An-satz der Zapfen keine Frim'on leide, so hat man Seiten-blätter angebracht, wogegen die Zapfen anliegen. DieserZirkel steht auch in des Herrn Geißlers Uhrmacher, Th. I.S. 86- l3.b. in. in 12 . Auch Herr Vogel (prak-tischer Unterricht von Taschenuhren Leipz. 1774. S. z?.)hat einen vorgeschlagen, der,sehr gut zu gebrauchen ist.Zwey auf einem Gestelle ruhende Säulen, die um etwasvon einander entfernt stehen, haben öben in gleicher Entfer-nung vom Gestelle, welches horizontal steht, zwey Löcher.Durch diese Löcher gehen Schrauben, welche ganz hinein-geschroben, auf einander stoßen müssen, und zwar so, daßbeider Axen eine gemeinschaftliche ausmachen. Am Endeder Schrauben sind Löcher für die Zapfen gebohrt. Wennman also einen Zapfen des Rades in das Loch einerSchraube steckt, so muß man die andere Schraube demandern Zapfen nähern, und ihn auch in das Loch legen.Die Schrauben werden alsdann so angezogen, daß dasRad sich frey zwischen dem Instrumente drehen kann.