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Der vorwaltende Gehalt an kolilensaurem Natrum in gewissen Eisenquellenvermehrt den Einflufs derselben auf Beseitigung von Krankheiten der Drüsen, derLeber, der Milz, der Mesenterialdrüsen, besonders aber der Urinwege, und namentlichvon Steinbildung in den Nieren, der Blase, den Gallen-Organen u. s. w.
Dieser Nebenwirkung auf die Harnwege ist die besondere und starke Wirkungder salzhaltigen Eisenwasser auf die Krankheiten des Blutes und der Säfte zuzuschrei-
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ben; sie verdünnen dasselbe durch die Flüssigkeit und durch den Salzgehalt, reizendie Nieren und die anderen Secretions-Organe zur Ausscheidung, und hinterlassenim Körper die wohlthätige Nachwirkung des Eisens zur Verbesserung der Säfte.
Von den Contra-Indicationen der Eisenwasser.
Im Allgemeinen sind die Eisenwasser contra-indicirt: i. wo Anlage zu activenBlutflüssen, zu Schlagflüssen vorhanden ist; 2. in Fällen von Vereiterung innerer Or-gane, namentlich der Lunge; 3. in Fällen von Beizfieber und wahrer Entzündungirgend eines Theiles aus allgemeiner Ursache; 4- in Fällen von organischen Fehlerndes Herzens, des Gehirns, der Lungen, Leber und sonstiger edler Organe, besonders,wenn sie mit schleichender Entzündung verpaart sind; 5. wo grofse Straffheit undTrockenheit der Faser, 6. wo grofse Anlage zu entzündlichen rosenartigen Krankhei-ten, 7. wo krebshafte Degeneration einzelner Organe vorhanden ist; endlich 8. ist deräufsere Gebrauch eisenhaltiger, besonders vitriol- und alaunhaltiger Eisenwasser beiHautausschlägen, die nicht unterdrückt werden dürfen, contra-indicirt.
Zu bemerken ist hier noch, dafs die Richtung der pathologischen Ansichten un-serer Zeit den Eisenwassern einen beschränkteren Wirkungskreis anweist, als ihnenvermöge ihrer Heilwirkungen zukommt. Es ist nicht unnütz, darauf aufmerksam zumachen, dafs manche Krankheit, die scheinbar von directer Reizung und Spannungherrührt, wirklich nur auf indirecten Reizungen beruht, dei’en Heilung von einer Umstim-mung und Erhöhung der Lebensthätigkeit, nicht aber von einer Entziehung undSchwächung derselben, abhängt. Das oben Gesagte gilt besonders von dem physio-logischen und von dem Broussais’schen System, wo hingegen die Humoral- und Nevro-Pathologie ihnen vielleicht einen zu ausgedehnten Wirkungskreis zugeschrieben hat,so dafs man wirklich in manchen Krankheiten den, den Eisenwassern zugeschriebenenunbedingten Ruf beschränken mufs, wie es namentlich in der Bleichsucht und Un-fruchtbarkeit der Fall ist, wo nicht selten aufschliefsende, lösende Mineralwasser eherangezeigt sind, als Eisenwasser.
Von den Wirkungen der natrumhaltigen Mineralwasser, derenIndicationen und Contra-Indicationen.
Dürften wir das in den natrumhaltigen Mineralwassern vorkommende kohlensaureNatrum als ein Alkali betrachten, so wäre es leicht, daraus die mannigfaltigen Wir-kungen auf den Organismus zu erklären; es ist jedoch als kohlensaures Natrum undvielleicht in manchen als saures kohlensaures Natrum enthalten, so dafs seine alkalischeNatur durch die Säure ganz versteckt ist. Doch beruht die grofse Heilwirkung jenerWasser allerdings auf der Anwesenheit dieses Salzes, das auf seinem Lauf durch denKörper vermöge seiner leichten Zersetzlichkeit fast alle salzigen Verbindungen aufzu-lösen und an deren Stelle neue zu setzen vermag; und wie manche salzige Verbindungfinden wir nicht im lebenden Körper, besonders aber im krankhaften! Man könntesogar einer jeden Krankheit, besonders jeder entzündlichen und fieberhaften, eineeigentümliche Hinneigung zur Salzbildung zuschreiben, wovon der Urin, wie unsneuerdings Proust gelehrt hat, die deutlichsten Spuren zeigt.
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