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Zju den Naturerscheinungen, die wegen der Vielseitigkeit, welchesie der Beobachtung darbieten, allgemeines Interesse erregen, ohnegerade einem besonderen Fache anzugehören, sind unstreitig dieQuellen und besonders die Mineralquellen zu zählen. Sie erfor-dern die verschiedensten Studien, um in ihrem ganzen Werthe er-kannt zu werden. Als chemische Lösungen, als Heilmittel, als flüssigeMineralien, als Gewässer, die mit Vulkanen und Erdrevolutionenden innigsten Zusammenhang haben, streifen sie sowohl in das Ge-biet der Chemie, Physik und Medicin, als in das der Mineralogie,der physicalischen Erdbeschreibung und der Geologie.
Als geheimnifsvolle Räthsel interessiren sie jeden Naturforscher,als grofsc Heilmittel aber besonders den Arzt. Jeder Beitrag zur Be-gründung einer richtigen Ansicht von ihrem Wesen, zur Erkennt-nifs ihrer Natur, verdient von allen denen, die sich mit dem Studiumder Mineralquellen beschäftigen, mit Dank aufgenommen zu werden,selbst, wenn jener Beitrag nur gering wäre.
In dieser Meinung habe ich es gewagt, selbst nach dem Erschei-nen mehrerer bedeutenden Schriften über Deutschlands Mineral-quellen dem Publicum diese Charte und Abhandlung vorzulegen.Es geht diesem Gegenstände wie manchen Quellen selbst: je mehrman aus ihnen scliöjDft, desto ergiebiger spenden sie. Die der Chartebeiliegenden Bogen enthalten nur wenig Eigenes; das Meiste habenAndre schon vor mir, und vielleicht auch besser, gesagt. Mein Zweckwar, zur bequemen Uebersicht und leichten Benutzung vieles liiehcrGehörige in gedrängter Kürze an einander zu reihen; ich habe daherEiniges nur berührt, von Anderm nur die Resultate der bis liiehcrgepflogenen Untersuchungen angegeben, Manches übergangen.
Zur vorliegenden Arbeit sind besonders die Schriften Hufeland’s,Berzelius’s, Kästners, Keferstein’s, Bischofs, Struve’s, Wetzlers, Mosch’s,Hoffmann’s, Richters, Osann’s u. m. A., eine Menge pharmaceutischerund medicinisclier Zeitschriften und alle Monographien, die mir zurHand waren, benutzt worden, was ich hier ein für alle Mal bekenne,ohne bei jeder Gelegenheit Ci tä te anzuführen.
Es ist dieser Versuch, die Ursprungsörtcr der Mineralquellen mitder geognostischcn Bildung der Erdrinde neben einander darzustellen,für eine künftige Theorie ihres Entstehens vielleicht nicht ohneNutzen.Sie gibt uns Auskunft über den Zusammenhang beider Phänomenemit einander; doch stellt sich wohl nur dann ein Resultat heraus,wenn wir Quellen und Gcbirgsarten aller der Länder, in denen beidemehr oder weniger bekannt sind, neben einander betrachten ; denn nur