von Mineralwassern mit Moorerde; diese enthalten weniger Eisen, mehr Kohle, aufser-dem salzsaures, schwefelsaures und kohlensaures Natrum, schwefelsauren Kalk undTalk, vegetabilischen Extractivstoff, Kieselerde, Thon, Sand und etwas Eisen-Oxyd. AlsGas-Arten wohnen ihnen kohlensaures, Kohlen- und Schwcfelwasserstolfgas bei. lnDeutschland finden sich solche berühmte Kohlenmineralschlammbäder zu Marienbad,zu Kaiser-Franz-Bad, zu Gleifse und Muskau, zu Dryburg und Pyrmont.
Der Koehsalzmincralsclilamm besteht aus einer Grundlage von Kalk-,Talk-, Thon- und Kiesel-Erde mit viel Kochsalz und einigen andern Beimischungenvon salzsaurem Kalk, Talk, Gyps, Eisen-Oxyd und kohlenstoffigem Extractivstoir,-er findet sich bei Salzseen, Sool- und Salzquellen.
Der erdige Mineralschlamm enthält weniger Salze und Gase, als die übri-gen Mineralschlamm-Arten, dagegen mehr kohlensaure Erden; er bildet sich unterandern zu Schlangenbad, zu Rehburg, IIof-Geismar, Möchingen und Krumbach.
Der gallertartige Miner alsch lamm setzt sich aus heifsen Quellen abund scheint eine Verbindung von Glairine und Salzen zu seyn.
Geologische Betrachtung Deutschlands* *)
Deutschland zerfällt in Hinsicht der Bildung seiner Oberfläche in drei Abthei-lungen : in die nördliche, mittlere und südliche.
Die nördliche begreift die ganze norddeutsche Ebene, besteht grüfstenthcils ausAlluvium, zeigt nur hie und da einige Kalkfelscn und besitzt Höhenzüge inPreufsen und Pommern, die kaum 5oo Fufs über die Meeresfläche erhaben sind, istim Norden durch die Nordsee, die dänische Gränze und die Ostsee, in Süden durchdie nördliche Gränze der mittlern Abtheilung begränzt.
Diese dehnt sich aus zwischen einer Linie, welche man von Aachen über KölnMünster, Quackenbriick, Minden, Hannover, Braunschweig, Magdeburg, Torgau, Görlilz,Oppeln nach Warschau, und einer andern, die man über Genf, Thun, Utznach,Appenzell, Ems am Rheine, Sandhofen, Füssen, Gemünd, Frauenstein, Salzburg, Gc-miinden im Salzkammcrgut nach Baden bei Wien sich gezogen denkt.
Die südliche Abtheilung begreift das Alpengebirge von der Schweiz bis Ungarnund hört nach Süden auf, in einer Linie, die man sich über Turin, Novara, Mai-land, Brescia, Verona, Udine, Triest und Fiume gezogen denkt.
Diese drei Regionen unterscheiden sich in ihrer Gebirgsbildung wesentlich voneinander; während die nördliche fast ausschliefslich nur Diluvial- und Alluvial-lormation aufzuweisen hat, zeigt die mittlere mehrFlötz- und Uebergangsgc-birge, und die südliche gibt in der Central-Alpcnkette einen Höhenzug von sogenann-tem Urgebirge, mit den von beiden Seiten in wundei’barer Rcgelmäfsigkeit auflagern-den Uebergangs- und Flö tzgebirgen. Die nördliche Abtheilung Deutschlandszeigt wenige über die Fläche hervorragende Punkte, während die mittlere reich istan Gebirgszügen, Gcbirgs-Plateau’s und Kesseln, die wiederum in der südlichen beinahegänzlich fehlen, wo fast nur mächtige Gebirgskämme mit schroffen und engen Thä-lern, aber fast gar keine Plateau’s und Kessel Vorkommen.
Ich habe die verschiedenen Gcbirgsarten Deutschlands nach der kefersteinischenEmtheilung in 8 Hauptclassen geordnet und sie auf der Charte mit römischen Ziffernangedeutet. Sie sind:
I. Uebergangsgebirge;
II. ältestes Flötzgebirge;
*) Siehe Keferstein, geognostisclies Deutschland, Band 5, Fielt a, Seile 88.