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Betrachtet man die Gebirgsbildung in Deutschland aus einem allgemeinen Ge-sichtspunkte, so scheint sich überall jenes neu aufgefundene Gesetz zu bestätigen,dafs da, wo sogenannte Urgesteinmassen sich aus dem Innern der Erde emporge-driingt haben, die auf ihnen ruhenden Gebirgsschichten emporgehoben, in ihremZusammenhänge zerrissen und oft auf eigne Weise verändert sind. Durch diesesHervorheben der Granitmassen von unten wurden die Schichten gehoben, verscho-ben, auf mehrfache Weise über einander gelagert, verdrückt und oft von der flüssi-gen Granitmasse überdeckt. Was in den Alpen die Granitbildung that, das that imNorden die sich vom nördlichen Deutschland aus über Hessen, Sachsen, Böhmenbis nach Ungarn erstreckende Reihe von vulkanischen Bildungen, freilich nur inkleinerm Mafsstabe, aber mit einer nicht zu verkennenden Achnlichkeit und Uebcr-cinstimmung, besonders aber auch in Beziehung auf Mincralqucllcn-Bildung. Eineganz besondere Ausnahme macht hier die heifse Quelle von Aachen und Burtscheid,die weder vulkanische, noch plutonische Bildungen in ihrer Umgebung zeigt, wennman nicht die an vulkanischen Bildungen reiche Eifel als Umgebung von Aachen be-trachten will-
Meclicinisclie Betrachtung der Mineralquellen.
Von den Heilwirkungen des THassers überhaupt.
„Im Wasser wurzelt alles Lebendige,“ so lautet die Inschrift eines der grüfstenSpringbrunnen Constantinopels.
Im Wasser schlummern gewaltige Heilkräfte; im Wasser wohnt eine grofsc Zeu-guugs- und Zerstörungskraft.
Das Wasser führt das Leben aufseinen Normalstand zurück; es uleicht aus; esindilierenzirt; es ist die chemische und organische Indifferenzmaterie; es ist, therapeu-tisch genommen, das eigentliche Antiphlogisticum.
Das Wasser assimilirt sich der organischen Masse; im Wasser ist der Sauerstoff,mit Wasserstoff gesättigt; beide stehen im Gleichgewicht, und daher die ausgleichendeWirkung des Wassers auf den Organismus.
Das Wasser zerstört alles krankhafte exorbitante Leben und alle daraus hervor-gehenden Erscheinungen.
Das Wasser zeugt Leben, Kraft und Gesundheit; es leitet den Crystallisations-procefs der organischen Masse ein; es befördert die der Natur angemessenen Abson-derungen des Blutes und der Säfte.
Das Wasser, der Repräsentant der Ruhe, der Leidenschaftlosigkeit, der Vernünf-tigkeit, der Indifferenz, aus der sich aber alles Lebendige und Kräftige, Schöne undGesunde entwickeln kann, bringt im Leibe und in der Seele ihm ähnliche Bildungenund Stimmungen hervor; eine göttliche Ruhe ruht auf der Seele des nüchternenWassertrinkers.
Doch auch das Wasser und seine Anwendung als diätetisches oder als Heilmittelerfordert einige Aufmerksamkeit. Das Wasser kann schaden durch Quantität undQualität und unrichtige Zeit.
Das Wasser ist eine unorganische, rohe Natursubstanz; es mufs durch lebendi-gen Procefs (die Verdauung) assimilirt, lebendig, organisch gemacht werden.
Der Gcnufs des Wassers kann schaden: dadurch, dafs es nicht verdaut, nichtzersetzt wird; dadurch, dafs es die Einwirkung der Lebenskraft auf die anderen Nah-