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Abhandlung von den Mineralquellen im Allgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der bekannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz und einiger angränzenden Länder : mit analytischen Tabellen, worin etwa 250 chemische Analysen von Mineralquellen angegeben sind
Entstehung
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Einleit u n 2.

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Von dem Wasser und seinem Vorkommen.

Das Wasser tritt uns aus den Höhen des Himmels und aus den Tiefen der Erdein mannigfaltig abwechselnder Form und Mischung entgegen; es findet sich gebun-den in allen organischen Gebilden und in den meisten chemischen Verbindungen;frei, ist es entweder tellurisch oder meteorisch: meteorisch erscheint es als Nebel,

Thau, Regen, Reif, Schnee und Hagel; tellurisch als Quell-, Bach-, Flufs-, Teich-,Sumpf-, Moor-, See- und Meer-Wasser, alle untereinander in Hinsicht ihres chemi-schen Gehaltes verschieden.

Das Wasser spielt in den Erscheinungen des Lebens wie bei den chemischenund physischen Thätigkeiten eine grofse Rolle; es ist ein Wasserstoff-Oxyd, und seineExistenz als tropfbar flüssiger Körper knüpft sich an eine gewisse Temperatur, un-ter und über welcher es seine Form verändert und als Eis oder Dampf, als starreroder elastisch flüssiger Körper erscheint.

Wir beschäftigen uns hier mit dem Qucllwasser und insbesondre mit den Mi-nexalquellcn.

Definition einer Mineralquelle.

Die Mineralquellen enthalten fremde dem Wasser beigegebene Stoffe: sie sindentweder Cementwasser, Salzwasser, Naphthaquellen, oder Heilquellen.

Unter Mineralquellen im engem Sinne des Wortes verstehen wir dieletztem, oder diejenigen Quellen, welche sich durch Gehalt an fixen und flüchtigenBestandtheilen, durch Unveränderlichkeit dieses Gehaltes, oder durch höhern Wär-megrad, durch Stetigkeit desselben und durch Unabhängigkeit ihrer chemischen Be-schaffenheit von den Einflüssen der Witterung und der Jahreszeit vor den gewöhn-lichen Trinkquellen in so fern auszeichnen, dafs sich daraus in ihrem physischenund chemischen Verhalten und in ihrer Wirkung auf den Organismus eine merklicheAbweichung von den siifsen Quellen ergibt.

Zwischen Mineralquellen und gewöhnlichen siifsen oder Trinkquellen läfst sichkeine genaue Gränze ziehen, da alle unsre Quellwasser und selbst die Meteorwassernicht frei von chemischen Bestandtheilen, also mineralisch sind. Manche Trinkbrun-nenwasser haben einen gröfsern Gehalt an festen Bestandtheilen, als manche Heil-quelle; da ihnen aber gasichte Stoffe, erhöhte gleichmäfsige Temperatur und Heil-wirkung abgehen, so werden sie nicht zu den Mineralquellen gezählt. Der relativgröfsere und gleichförmige Gehalt an gasförmigen, löslichen Bestandtheilen, ein höhe-rer Temperaturgrad und besonders der Umstand, dafs sie medicinisch heilsam ist,gibt einer Quelle den Werth einer Mineralquelle.

Geschichtliche Ueh er sicht und Literatur des Gegenstandes.

Die Mineralquellen haben immer die besondre Aufmerksamkeit der Aerzte undNaturforscher auf sich gezogen; doch erst in neuerer Zeit hat man sie von dem na-turwissenschaftlichen und medicinischen Standpunkte aus gehörig ins Auge gefafstund gewürdigt.

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