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Abhandlung von den Mineralquellen im Allgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der bekannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz und einiger angränzenden Länder : mit analytischen Tabellen, worin etwa 250 chemische Analysen von Mineralquellen angegeben sind
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l r on den Indicationen der Eisenwasser.

Nach dem Obigen steht im Allgemeinen der Satz fest, dafs die Eisenwasser nurin Fällen von wahrer Schwäche anzuwenden sind; doch gibt cs auch Dyskra-sien, welche eine Reizung des Organismus, eine fieberhafte Entmischung zur Folgehaben, und die durch Eisenmittel gehoben werden können.

Sie sind angezeigt: i. bei wahrer Schwäche des ganzen Organismus, aus Er-schöpfung durch Blutverlust, Diarrhöen, Ausflüsse, Schleimflüsse, Nervcn-Erschütterun-gen, Geschlechtsgenüsse natürlicher und unnatürlicher Art; 2. bei Schwäche einzelnerOrgane, z. B. des Magens, des Darmcanals, der Urinwege, der Geschlechts-Organe,der männlichen sowohl, als der weiblichen; bei Nervenschwäche, sowohl des ganzenSystems, alz einzelner Theile desselben, des Gehirns, des Rückenmarks, der Glied-mafsen; 3 . bei Schleimflüssen der Schleimhäute des Darmcanals, der Blase, der Urin-Avege u. s. w., in dem ganzen Umfange ihrer A^erschiedenax-tigkeit, wobei jedoch zubemerken ist, dafs keine rein entzündliche Fälle hielier passen; 4 - i n der Chlorose,die aus wirklichem Mangel an Cruor im Blute entsteht; 5 . in derjenigen fehlerhaftenMischung des Blutes, welche sich vorzüglich in der Knochenbildung ausspricht, derRhachitis; G. bei Krankheiten des Nervensystems, mögen sie sich nun als Gemiithskrank-heiten oder als Krankheiten der Empfindung, als Hypochondrie, Melancholie, Schwere,Schwäche, Lähmung, Nervenschmerz aussprechen, wenn sie aus innerer Schwäche undVerstimmung des Nervensystems, oder aus schlechter Säftemischung entstehen; 7. beianfangenden Stockungen der Eingeweide, und Wassersüchten, wenn sie auf Schwächeund Säfte-Entmischung beruhen; 8. bei Cachexien, die aus Mifsbrauch von alteriren-den Arzneimitteln, z. B. des Quecksilbers, oder auflösender Mittelsalze entstanden,besonders also g. als Nachkur nach dem Gebrauch auflösender Mineralwasser undArzneien; 10. bei Scorbut, Scropheln, Verschleimung, Würmern und daraus entstehen-den Uebeln; 11. bei Hautkrankheiten aus scorbutischer faulichter Dyskrasie, bei offe-nen Schaden und alten Fufsgeschwüren.

Aufser diesen im Allgemeinen feststehenden Indicationen gibt es noch eine Reihevon Krankheiten, in denen sich die Eisenwasser vermöge ihrer anderen salzigen od*ergasichten Bestandteile als wirksam erweisen; dahin gehören: Stockungen der Einge-weide, der Leber, Milz und Nieren; Gelbsucht, Gries, Stein, Gicht, Rheumatismus,Infarkten, krampfhafte Nervenkrankheiten, z. B. Epilepsie von Würmern, und Stock-ungen, endlich Lähmungen und besonders Unfruchtbarkeit, Ausbleiben der monat-lichen Reinigung, Bleichsucht, Verschleimung und Erschlaffung der Gebärmutter, undeine Menge anderer Krankheiten der Männer, Frauen und Kinder, die alle aufzuzäh-len nicht unsere Absicht seyn kann.

Je nachdem ein Eisenwasser mehr oder weniger Kohlensäure und diese mehroder weniger gebunden enthält, ist es im Stande, seine Wirkung auf entferntere Or-gane zu übertragen. Ein Eisensäuerling mit innig gebundener Kohlensäure und völligaufgelöstem kohlensaurem Eisen wirkt auf die Nieren, auf die Knochen, auf das Ner-vensystem, auf Leber, Milz und Uterus ein.

Enthält ein Eisenwasser mehr Mittelsalze, so erfolgt daraus eine vermehrte Wir-kung auf den Darmcanal; es ist in diesem Falle mehr brauchbar gegen Säure, AVür-mer, Infarkten, unentzündliche Scropheln, Stockungen, und daraus entspringendeDyskrasien und Cachexien.

Die eigenthümliche Verbindung des Eisens mit Schwefel in gewissen Eisenwasserngibt diesen eine besondere Wirkung in Hautkrankheiten psorischer und herpeti-scher Natur.

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