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Abhandlung von den Mineralquellen im Allgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der bekannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz und einiger angränzenden Länder : mit analytischen Tabellen, worin etwa 250 chemische Analysen von Mineralquellen angegeben sind
Entstehung
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Leber, Milz, des Pancrcas, bei Magcnlcidcn, bei Auftreibungen der Ovarien, bei Lei-den des Masldarms, der Prostata, der Harnblase, der Urethra, der Testikel, also inFällen von materieller Hypochondrie und Hysterie u. s. w., wenn das Stadium derEntzündung vorüber und weder Eiterung, noch organische Entartung da ist; manmufs in diesen Fällen die Mincralschlammbädcr entweder allgemein oder ad locumaffectum anwenden; G. bei Krankheiten der Sinnes-Organe, wo rheumatische, exau-thcmatischc, psorische oder gichtische Metastase Verdunkelung oder Verkehrtheitder Sinnes-Functionen herbeigeführt haben.

Contra-indicirt sind die Mineralschlammbäder im Ganzen da, wo Entzündung,erhöhte Plasticität und Sensibilität noch fortwährend die krankhafte Mifsbildung undStimmung unterhalten. Ihren eigentlichen Wirkungskreis finden sie in den Fällenvon lieber- und entzündungslosen, kalten Verhärtungen, Geschwülsten, Stockungenund Mifsbildungen; der verschiedene Wärmegrad, der verschiedene Gehalt an festenund besonders an flüchtigen Bestandthcilen gibt der Anwendung der Mincralschlamm-bäder eine grofse Ausdehnung.

Von der künstlichen Nachbildung natürlicher

Wie es unentschieden ist, ob die Kunst im Bilden schöner Formen die Natur zuerreichen im Stande sey, so ist auch die Frage unentschieden, ob cs möglich scy, na-türliche Mineral- und Heilquellen künstlich nachzubilden.

Man kann diese Sache von vielen Seiten betrachten; nur die Chemie und diemedicinische Erfahrung können darüber entscheiden, ob Nachbildungen Statt findendürfen, ob man sie in der Praxis anwenden darf, und in wie fern die Nachbildun-gen von den Naturprodukten abweichen.

Es ist allerdings ein überwiegender Vortheil, in einem schönen Garten, in ir-gend einer grofsen Stadt, wo man die berühmtesten Aerzte in seiner Nähe hat, alleberühmten Mineralwasser so recht bequem zu seiner Benutzung zur Hand zu haben,und vorzüglich für die Bewohner einer solchen Stadt, die unter den Augen undin der Behandlung ihres Arztes bleiben und ohne besonderen Aufwand von Zeitund Kosten, ohne Versäumnifs in ihren Geschäften alle jene heilsamen Quellen be-suchen können; doch läfst sich dagegen eben so gut behaupten, dafs eine Abwech-selung des Aufenthaltsortes, der Luft, der Gegend, der Lebensart, eine Ausspannungund Entfernung von allen Geschäften, die Beise, Zerstreuung u. s. w. zum Erfolgeiner Badekur von gröfster Bedeutung sind.

Wie sich die Sache vor dem Richterstuhl der Chemie und Medicin verhalte,wollen wir hier im Allgemeinen untersuchen, den Brunnenärzten und den Unter-nehmern von Mineralwasser-Nachbildungsanstalten die Durchführung dieses Processesim Einzelnen überlassend.

Die chemische Analyse der Mineralwasser ist nicht allein noch nicht vollendet,sondern, wie wir gesehen haben, in mancher Beziehung noch sehr mangelhaft. Wirdirgend ein neuer Stoff entdeckt, und stellt man Nachsuchungcn in den Mineralquel-len an, so findet man ihn hier auch; wird eine ausgezeichnete Quelle von einemtüchtigen Meister der Chemie einmal geprüft, und findet er auf einem von demfrüher eingeschlagenen verschiedenen Wege, dafs sie anders zusammengesetzt ist,als frühere Chemiker ausgesagt haben, so bekommt die chemische Ansicht einer

Heilquellen