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Abhandlung von den Mineralquellen im Allgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der bekannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz und einiger angränzenden Länder : mit analytischen Tabellen, worin etwa 250 chemische Analysen von Mineralquellen angegeben sind
Entstehung
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FIII. Von dem Vorkommen der platonischen Formationen oderder sogenannten Urgesteinarten in Deutschland.

Die auf der Charte mit "VIII. bezeichnten Gebirge gehören zu den von Ke-ferstein ganz passend so genannten plutonisehen Gebilden, die, den neuestenAnsichten gemäfs, in ihrer Entstehung noch jünger sind, als selbst die neuestenFlö tzgebilde. Hierzu gehören die sonst als Urgebirgsformationen bezeichnetenGesteine: Granit, Gneis, Glimmerschiefer, Hornl'els, Grünstein, Gab-bro, Serpentin, Eklogit, Syenit, Porphyr, und theilweise auch Ueber-gangstrapp und Grauwacke. Als granitischc Hauptgebirgsmassc stellt sichdar: der Haupt-Alpenzug, der in mächtiger, fast einen Grad betragender Breite,

in der Richtung von Südwest nach Nordost, von Sardinien an (zwischen Turinund Grenoble) bis in die Gegend von Wien, nach Neustadt und dem Neusiedler-See hinauf, dann mit kurzer Unterbrechung des Donauthaies oder des wiener Bas-sins sich bis zu den Karpathen fortsetzt. Diese Gebirgsart bildet die savoycnschenAlpen, den kleinen Bernhard, den Montblanc, die penninischen Alpen, den Simplon,die Grimsel, den Gotthard, den Monterosa, den Splügen, den Brenner, überhauptdie tyroler Alpen, den Glöckner, das hohe Taurengebirge, die kremser Alpen, diemürauer Alpen, die sölker Alpen im Salzburgischen und die steierbergischen Alpen.Nur hie und da kommen in dieser Bildung einzelne Partien von Ur- und Ueber-gangskalk, von Alpenkalk, von Gyps, Porphyr, Dolomyt vor, und in den penninischenAlpen, wie in den Schweizer-Alpen, Gabbro und Serpentin.

Die zu dieser Classe gehörenden Porphyre der rot he oder Quarz-Por-phyr und der schwarze Porphyr, dann der Hornfels und Grünstein,oder hornblendige Stein des Ur- und Ecbergangsgebirges, kommen an folgen-den Punkten Deutschlands vor: Hornfels und Grünstein im Thonschiefer bei

Goslar; Grünstein bei Ilsenburg, Andreasberg, Zorge, Blankenburg; Ilornfelswieder bei Altrode und Zorge am Harze; schwarzer Porphyr bei Zwickau, Tha-iland und in Schlesien bei Löwenberg, auf dem Hundsrücken, bei Birkenfeld in grofserAusdehnung, am Donnersberge und bei Darmstadt; der Grün stein in den Yogesenunterhalb Strafsburg, bei St. Amarin, bei Schönau im Schwarzwalde; der rothe Por-phyr kommt in grofsen Massen im Thüringer Walde vor; dann am Petersberge beiHalle; in Sachsen bei Altenburg und Grimma; im Erzgebirge bei Töplitz, Plauenstein,Frauenstein, Fujchtenbcrg; im Riesengebirge bei Ruppersdorf, Liebau, bei Baden-Ba-den; in grofser Ausdehnung endlich im Süden der Alpen an der Etsch und Eisack.

Als Fortsetzungen dieser Urgesteinmassen lassen sich die in Oestreicli, Böhmen,Mähren, Sachsen, Schlesien, dann in Baden, im Schwarzwalde, im Yogesen-Departe-ment bei Colmar, dann rechts von der Bergstrafse von Heidelberg bis Darmstadt,dann bei AschalFenburg, dann im Thüringer Walde, und endlich am Harze auftre-tenden Massen von Granit und Gneis betrachten.

Besonders grofs erscheint die Ausdehnung, die von Kremsstein an der Donaubei Linz, Passau und Regensburg bis zur Elbe bei Dresden, und von hier bisGrofsenhayn, Bauzen, Görlitz sich erstreckt, das ganze Riesengebirge und einenTheil von Oestreichisch-Schlesien bildend. Die von der Donau bis zur Elbe sicherstreckende granitische Gebirgsmasse findet im Osten ihre Begrenzung zu Brünnin Mähren, im Westen am Fichtelgebirge, und iiberläfst den mittleren Theil vonBöhmen dem Quadcrsandstein, der Grauwacke, der Kreide, basaltischenbormationen und der Grandbildung.