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rungsstollc hindert; cs durchläuft dann .den Leih als fremder Körper und reizt, an-statt zu besänftigen, belästigt, anstatt zu befreien, zehrt, anstatt zu nähren.
In Hinsicht der Qualität kann das Wasser auf den Leib besonders schädlich ein-wirken. Es ist ein grofser Unterschied, ob ich die Luft der Berge athmc oderbevölkerter Städte; eben so ist es mit dem Wassei\ Wer das Wasser der Alpengekostet hat, weifs, was Wasser ist; das Brunnenwasser der meisten Städte gleichtmehr einem Mineralwasser oder animalischen Infusum, als reinem Quellwasser; daskalkhaltige Wasser mancher Thäler vei’stopft die Drüsen, anderes bewirkt Diarrhöe,anderes Verstopfung.
Der Unterschied der Temperatur verändert die Wirkung des Wassers auf denOrganismus; nicht minder der Umstand, dafs es, frisch aus der Quelle geschöpft,weniger atmosphärische Luft enthält.
Das Wasser ist ein guter Wärme- und Electricitätsleiter; es entzieht die Wärmeund tlieilt sie mit. Auch scheint es als Träger und Leiter des thierischen Magnetis-mus nicht ohne Bedeutung zu seyn.
Die chemischen, festen und flüchtigen Bestandteile des Wassers haben, wie wirbei der Wirksamkeit der Mineralquellen näher betrachten werden, den entschieden-sten Einflufs auf seine Wirkung; kein Zweifel also, dafs das Wasser schaden kanndurch seine Qualität.
Dafs es schaden könne durch die Zeit, in der es genossen oder angewendetwird, liegt eben so am Tage. Man darf, z. B., nicht Wasser trinken, wenn derKörper keiner Flüssigkeit bedarf, wenn der Verdauungsact und die Assimilationeine lebhafte Einwirkung erfordert, wo das Hinzufügen von Flüssigem den orga-nischen Bildungsprocefs stören würde: weil das Wasser ausgleicht, indifferenzirtund verflüssigt.
Ohne also dem Wasser eine unbedingte Unschädlichkeit beizumessen, kann manihm immer den heilsamsten Einflufs zuschreiben, wenn es in richtigem Mafse, in guterBeschaffenheit und in der gehörigen Zeit aiigeWendet wird.
U:. Man kann vielleicht mit Recht behaupten, dafs nur der Genufs des Wassers dieGesundheit lange und dauerhaft zu erhalten vermöge.
Das reine, gute, frische Quellwasser ist durchaus mit keinem anderen Getränkezu ersetzen; gegohrene Getränke können ihm gewifs nicht substituirt werden; Milchvielleicht, Früchte in manchen Fällen; — nichts kommt aber dem Quellwasser gleich,sowohl im Geschmack, als in der Wirkung.
Woher alle unsere Gicht-, Stein-, Herz-, Lungen- und Leberki’anken, unsere Aus-sätzigen, Anevrismatischen u. s. w.? Der übertriebene Genufs des Branntweines, Bieres,Weines, des Thees und Caffees hat seinen grofsen Antheil an diesen Uebeln. Gewifskann der Genufs des Wassers nicht in allen Fällen diesen Krankheiten vorbauen ;doch kann die Anlage dazu sehr oft durch eine zweckmäfsige Wasserdiät gehobenwerden, besonders, wenn man damit Genufs der Luft, Gymnastik, geistige und leib-liche Diät verbindet.
Man wird dann wenigstens auf die folgenden Generationen Gesundheit vererben.
Von dem Gebrauch der Bäder.
Was die äufsere Anwendung des Wassers betrifft, so sind wir darin weit hinterden Alten zurück. Ihnen war das Baden Lebensgenufs; Dichter und Philosophenrechneten die Bäder zu den Süfsigkeiten des Götterlebens.
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