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Abhandlung von den Mineralquellen im Allgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der bekannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz und einiger angränzenden Länder : mit analytischen Tabellen, worin etwa 250 chemische Analysen von Mineralquellen angegeben sind
Entstehung
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Urgestein, und die Menge dieser Materie, welche'sie gewöhnlich liefern, beweist,dafs die Ursachen, welche sie entstehen machen, in diesen Gcbirgsarten sehrthätig sind.

(>) Dieser Schleimstoff, von dem man freilich die therapeutischen Wirkungen nochnicht kennt, bedingt auch die Unmöglichkeit der Nachbildung dieser Schwe-felwasser und erfordert häufigen Wechsel des Badewassers, was wegen derschwierigen Abkühlung grofscr Vorräthe heifsen rhermalwassers in den Bäderngar zu oft vernachlässigt wird.

7) Die therapeutischen Wirkungen der Glairine sind noch auszumitteln.

8) Die Glairine zeichnet sich vor allen organischen Zusammensetzungen durchihren Ursprung aus dem Urgestein und durch mehrere andere Eigenschaften aus.

Man darf nicht annehmen, dafs sie von Zersetzung organischer Wesen ent-stehe ; denn ihre Menge ist so grofs, dafs solche Massen von organischen Stoffenim Innern der Erde in so grofser Ausdehnung Vorkommen müfsten, wie siekeine Analogie anzunehmen gestattet.

q) Anzunehmen, dafs die Glairine wirklich organische Bildung, d. h. Produkt einesselbstständigen Lebensprocesses, sey, gestattet weder die grofse Menge, noch dieAbgeschlossenheit von der atmosphärischen Luft, noch der grofse Stickstollgehalt,den viele Schwefelwasser zeigen, noch die Bewegung des fliefsenden Quellwassers.

10) Wahrscheinlich ist es, dafs die Glairine direct aus gewissen Verbindungenzwischen unorganischen Stoffen im Busen der Erde unter Mitwirkung vongünstigen Umständen hervorgehe. Es scheint, dafs, wenn die Glairine den orga-nischen und besonders den animalischen Produkten gleicht, indem sie wie jeneaus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff zusammengesetzt ist, sicdoch in Rücksicht ihres Ursprunges sich wesentlich von ihnen unterscheidet,indem sie das Resultat chemischer Thätigkeiten ist.

11) Für diese Behauptung sprechen die Chemie, die Erfahrung und die Analogie.

I. Die Chemie, da in einem, Stickstoff, Kohlensäure, kohlcnsaurcs Natrum haltigenWasser bei einem im unterirdischen Heerde Statt findenden Druck, der umso gröfser ist, je tiefer die Bildungen vor sich gehen, bei einer hohen Tem-peratur, welche diese Einwirkungen begünstigt, bei einem Wasserstrom, derdas Neugebildete immer gleich fortführt, und endlich bei dem Entstehungszu-stande des Stickstoffes alle Bedingungen zu dieser Bildung gegeben sind;ferner, da chemische Operationen im Stande sind, organische Stoffe nachzu-bilden oder zu verändern.

II. Die Erfahrung, da es Dübcreiner und Berard gelungen ist, gallertartigeund fette Substanzen zu erzeugen, indem sie Döberciner Wasserdämpfe überglühende Kohlen in eisernen Riöhren, Berard eine Mischung von kohlensauremKohlenwasserstoffgas und einfachem Wasserstoffgas durch eine rothglühendePorzellanröhre streichen liefsen. Dübcreiner vermuthete schon den Zusam-menhang dieser Produkte mit den Bcstandtheilen gewisser Mineralquellen undschrieb dieses brennenden Steinkohlenlagern zu; wogegen jedoch das Ent-springen der Thermen aus granitischem Gestein und die Entfernung vonStcinkohlcnflötzen von dem Ursprungsortc der meisten Thermen sprechen.

III. Die Analogie, indem die pseudo-organische Materie nicht allein in den Mine-ralwassern auftritt, sondern auch in den Vulkanen, wie cs Versuche Gimber-nats, die er zu Pozzuoli und auf dem Vesuv anstellte, beweisen. Er erhieltnämlich, indem er mittelst einer sinnreichen Vorrichtung die Wasserdünstedes Vesuv condensirte, ein Wasser, welches einen Stoff mit sich führte, wie