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Abhandlung von den Mineralquellen im Allgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der bekannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz und einiger angränzenden Länder : mit analytischen Tabellen, worin etwa 250 chemische Analysen von Mineralquellen angegeben sind
Entstehung
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mig, bald mehr harzig; bald zeigt er mehr einen vegetabilischen, bald mehr einen anima-lischen Charakter, wo er stickstoffhaltig wird. Dieser Exstractivstoff nimmt in denheifsen Schwefelquellen einen eigentümlichen Charakter an. Es sey mir erlaubt,indem ich in Hinsicht der übrigen Arten des Extractivstoffes auf Osann (S. 100)verweise, von der den heifsen Schwefelquellen inwohnenden extractivstoffigen, pseudo-organischen, stickstoffhaltigen Substanz Einiges aus Angladas schöner Untersuchungdarüber anzuführen; sie bildet das zweite Memoire seines oben angeführten Werkes.

Von dei' Glairine.

Die verschiedenen Namen dieser Substanz sind: nach deren Entdecker Vauquc-linc, nach deren Vorkommen in den Mineralwassern von Bareges Barcgine, nachderen schleimstoffiger Beschaffenheit Glairine, und nach deren Vorkommen in Schwe-fclthermen Theiothermin, nach Monheims Vorschlag.

Da, wo die Schwefelwasser zu Tage, also mit der atmosphärischen Luft in Be-rührung, kommen, bildet sich eine, bei diesem Mineralwasser weifse, bei jenem mehrgelbe, ins Grünliche spielende, noch nicht genau bekannte, besonders ihrer Ent-stehung wegen merkwürdige, haut-, membranen- oder filzförmige Ablagerung, diesich nicht weit ins Innere der Canäle, welche das heifse Schwefelwasser durchläuft,erstreckt, sondern mehr an der Mündung der Quelle sich vorfindet.

Ucber die Natur dieses Stoffes ist man keineswegs einig; man kann ihm einegewisse Verwandtschaft mit organischen oder animalischen Wesen nicht absprechen;er ist stickstoffhaltig, beim Verbrennen entwickelt er Ammoniak; der Geruch diesesWesens nach Fleischbrühe ist eben so charakteristisch. Aber ist es Thier oder Pflanze,Thierpflanze oder Pflanzenthier? (Monheim.) Ist es aus dem Innern der Erde durchdie Thermen nach der Oberfläche geführt? Ist es eine Bildung, die erst durch denContact der Mineralquelle mit der Luft zu Stande kommt? In welchem Zustandebefindet sich dieser Stoff, der keineswegs zufällig ist, im Innern der Erde? Da alleheifsen Schwefelquellen ihren Ursprung aus Granit und Urgestein nehmen, und daalle heifsen Schwefelquellen ihn mit sich führen, ist er vielleicht in dieser Gebii-gs-ait zu suchen? Auch hierüber wollen wir Anglada und Monheim entscheiden las-len, die sich mit diesem Stoffe vielfältig beschäftigt haben. Folgende Resultate er-geben sich aus Angladas Beobachtungen:

1) Alle Schwefelwasser der östlichen Pyrenäen liefern bei ihrem Hervortretenschleimichte Concretionen, die gewöhnlich weifs, übrigens von verschiedener Formund Farbe sind.

2) Diese Schleim-Ansammlungen zeigen sich nur in den Schwefelwassein, selbst inden kalten, während sie in den schwefelfreien Quellen, selbst, wenn sie sehrlieifs sind, sich nicht vorfinden.

3) Diese schleimichten Aggregate, die von einigen Naturforschern als organische We-sen betrachtet werden, bilden sich aus der Ansammlung kleiner Thcilchen derGlairine (Schleimstoff), welche von dem Wasser ausgeführt werden. Wenn ineinzelnen Fällen diese Anhäufungen thierische Thätigkeit zeigten, so ist es wahr-scheinlich, dafs dieses eine Folge der Entwickelung von kleinen Thicrchcn war,denen sie zur Aufnahme dienten.

4) Diese stickstoffhaltige, vei'kohlbare Materie (die Glairine) erscheint in den Mi-neralwassern durch Berührung der Luft als schleimige Flocken, welche sich zujenen Concretionen gestalten; sie ei-theilcn den Mineralwassern, wenn sie con-centrirt werden, einen Gereich nach Fleischbrühe.

5) Die Schwefelwasser mit Glairine kommen in den östlichen Pyrenäen alle aus

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