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Abhandlung von den Mineralquellen im Allgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der bekannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz und einiger angränzenden Länder : mit analytischen Tabellen, worin etwa 250 chemische Analysen von Mineralquellen angegeben sind
Entstehung
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Vauquclin ihn im Wasser von Plombieres und er seihst in den Thermen vonBaden und Ischia gefunden Jiatte. Gimbernat stellte diese Versuche in Geaen-wart des Kaisers von Oestreich auf dem Vesuv an, und man erkannte indiesem Wasser ganz den Geschmack nach Bouillon.

12 ) Indem man den Ursprung der Glairine auf diese Weise sich erklärt, umfafstman besser, als auf jede andere Weise, die wichtigsten Punkte ihrer Naturge-schichte, und besonders die grofsc Ausdehnung und das allgemeine Vorkommenin einer gewissen Classe von Mineralwassern.

Monheim (s. dessen Beschreibung von Aachen) hat berechnet, dafs alle Thermal-quellen Aachens und Burtscheids zusammengenommen täglich wenigstens 10Centner von dieser Substanz hergeben, also in einem Jahre 3G5o Centner, undes erregt wirklich Erstaunen, wie aus granitischem Gestein sich so viel organi-sche Masse entwickeln kann.

Abgesehen von ihrer naturhistorischen Bedeutung, wird es wichtig seyn, zubestimmen, welchen therapeutischen Einflufs die Glairine habe und auf welcheWeise man ihre Nachbildung in den künstlichen Schwefelwassern bewirke.

Von dem Miner alschlamm der Mineralquellen.

Dem ExtractivstofF und der Glairine schliefst sich der in gewissen Mineral-wassern vorkommende Mineralschlamm am nächsten an.

Der Mineralschlamm bildet sich entweder aus dem Mineralwasser durch Nie-derschlagung seiner Bestandteile oder durch Mineralisirung der die Mineralquellenumgebenden Torf-, Moor- oder Damm-Erde.

Der Mineralschlamm ist theils ein natürliches, theils ein zufälliges, durch Gährungverändertes Produkt, und enthält alle salinischen, metallischen und extractivstoffigcnBestandteile der Mineralquellen in concentrirter, aber oft veränderter Form. Manunterscheidet sechs Arten von Mineralschlamm (s. Osann S. 385): ...

itens den Schwefelmineralschlamm,

2 tcns den Eisenmineralschlamm,

3tens den Kohlenmineralschlamm,

4tens den Kochsalzmineralschlamm,

5tens den erdigen Mineralschlamm,

Gtens den gallertartigen Mineralschlamm.

Der Schwcfclmineralschlamm bildet sich bei kalten und wannen Schwe-felquellen, wo sich der Schwefel in Form von Oxyd und SchwefelwasserstolFgas vonhydrothionsauren Salzen mit Sand, Thon, Kalk, ExtractivstofF und den verschie-denen Gas-Arten verbunden zeigt. Unter den Gas-Arten zeichnet sich Kohlenwasscr-stollgas aus, welches durch Zersetzung sich indem Mineralschlamm bildet; die Schwc-felschlammbäder von Eilsen, Nenndorf, Meinberg und Aachen sind am berühmtesten;cs findet sich noch aufserdem Schwefelmineralschlamm zu Warmbrunn, Schmeckwitz,im Güntherbade, in Baden, bei Wien, zu Northeim, zu Fiestel in Wcstphalen, zuSchinznach und Gurnigel in der Schweiz, dann zu St. Amand in Belgien, zu Acqui,zu Abano, zu Krzessow in Gallizien u. s. w.

Der E i s c n m i n e r a 1 s c h 1 a m m besteht aus einer Verbindung von Eisen-Ocherund Moorerde, die mit Gas-Arten angeschwängert ist, worunter sich kohlensauresund Schwefelwasserstoffgas als die Hauptbestandtheile, SauerstolFgas und Kohlenwasser-stoilgas in geringerer Menge befinden. In Deutschland bilden die Eisenquellen vonSchwelm, Verden, Helmstädt, Vlotho und Lauchstädt Eisenmineralschlamm.

Der Kohlcnmincralschlamm bildet sich ebenfalls aus den Niederschlägen