Ammonium und Lithium, in den Soolquellcn und im Meerwasser häufig alle nebeneinander.
Die Schwefelsäuren Salze, als schwefelsaures Nat.ru m, Kalk, Talk undKali, kommen häufig neben einander vor; zu den seltener auftretenden Schwefelsäu-ren Salzen gehören schwefelsaurer Thon, Kali, Lithium und Baryt.
Die kohlcnsauren Salze des Natrums, Kalkes und Talkes bilden einenHauptbestandtheil der berühmtesten und wirksamsten Mineralquellen. Seltener er-scheinen kohlensaurc Thonerdc, Kali und Lithium.
Die Verbindungen der Kieselsäure in den Mineralquellen mit Basen ist nochnicht echörie nachcewiesen; doch finden wir Kieselsäure in mehreren Thermen inziemlich bedeutender Menge, z. B. in den Mineralquellen von Baden in Baden,Warmbrunn, Gastein, Teplitz, Ems, Plombieres u. s. w.
Unter den kalten Mineralquellen zeichnen sich die zu Kondrau, zu Marienbad,zu Selters, Wildungen, Pyrmont und die Quellen des Alexanderbades durch ihrenKiescLehalt aus.
Bekannt ist der vulkanische Sprudel des Gaisers auf Island durch seinen aufseror-dentlichcn Gehalt an Kieselsäure. Dafs übrigens von mechanischen Beimischungender Kieselerde hier nicht die Rede ist, versteht sich von selbst.
Die phosphorsauren Salze sind erst kürzlich durch Berzelius in die Reiheder Bestandteile von Mineralquellen aufgenommen; sie kommen vor als phosphor-saures Kali, Natrum und Thon.
Die flufssauren Salze sind sehr selten in den Minei’alquellen. Berzelius fandsie in den Quellen von Carlsbad, Struve in denen von Selters'und Ems, Wurzcr in derSchwefelquelle von Nenndorf, und Gmelin fand Fluor in dem Sinter von Wiesbaden.(S. Osann S. gi.)
Von den boraxsauren und Salpeter sauren Salzen ist bereits oben beiGelegenheit des Natrums und Kali’s Rede gewesen.
Die Münchhofencr Mineralquelle, die Schwefelquelle von Bentheim enthaltennach Büchner und Drees Salpeter sau re Salze, eben so die Thermen von Ofenund St. Alban.
Hydroth ionsaure Salze bilden den charakteristischen Bestandteil derSchwefelquellen; sie verdienen eine nähere Nachforschung.
Die hydroj odsauren und die hydrobromsauren Salze treten mit denhy drochlorsau ren Salzen gleichzeitig in den Soolquellen und im Meereswasserauf, und sie verdienen bei einer künftigen streng wissenschaftlichen Einteilung derMineralquellen alle Berücksichtigung.
D ie humussauren, pflanzensauren, essigsauren Salze der Mineral-quellen sind teils noch problematisch, teils verdienen sie weniger die Beachtungdes Arztes, als des Chemikers und Geologen.
Von dem Schwefel, Jod, Brom, und von verschiedenen härtenextractivstojj iger Bestandtheile der Mineralquellen.
Der Schwefel kommt in der Natur sehr häufig chemisch verändert und gebun-den, selten als reiner Schwefel vor; so auch in den Mineralquellen; doch sehen wirbei einigen Schwefelquellen über dem Wasserspiegel der Reservoirs oder in denGängen, welche die Quelle durchläuft, den Schwefel sich in bedeutender Menge an-setzen, sublimiren.
Die Schwefelquellen von Aachen zeichnen sich auch in dieser Hinsicht als die