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Von den Lithiumsalzen der Mineralquellen.
Man liat das Lithium als schwefelsaures in höchst geringer Menge in einigenQuellen von Pyrmont, als salzsaures in den Salzquellen zu Kreuznach, als kohlen-saurcs in den Quellen von Franzensbad, Ems, als phospliorsaures Natrum-Lithiumin Aachen, Burtscheid, Carlsbad entdeckt, und man wird dasselbe wahrscheinlich innoch mehreren Mineralquellen vorfinden, wenn man darauf mehr Aufmerksamkeitverwendet.
Von den Thonsalzen der Mineralquellen.
Der salzsaure Thon kommt nach Liebig in der Soolquelle zu Kreuznach vor.
Der schwefelsaure Thon findet sich mit anderen Schwefelsäuren Salzen und be-sonders mit dem Eisen gepaart in den sogenannten Alaun- und Vitriolwassern, Mi-neralquellen von geringerer geologischer und medicinischer Bedeutung; er kommtvor in den Eisenwassern von Buckowina, Krcmbs, Condrau, Cleve, Moskau und in demScharbockbrunnen zu Schwelm, besonders auch in dem Mineralschlamm solcher Quellen.(S. Osann S. 81.)
Die kohlensaure Thonerde kommt in deutschen Mineralquellen sehr selten vor;wo sie sich mit anderen kohlensauren Salzen zeigt, verdient sie Beachtung.
Phosphorsaure Thonerde fand Wurzer in der Eisenquelle von llof-Gcisma».
Von den Eisensalzen der Mineralquellen.
Fast alle Mineralquellen enthalten Eisen; da, wo es besonders deutlich hervortritt,bildet es eine eigene Gattung von Mineralquellen, die Eisenwasser. Doch auch hierinbeträgt die Menge kaum einen Gran in sechszehn Unzen, bei wenigen ein bis zweiGran, und bei sehr wenigen mehr, als zwei Gran. Zu letzteren gehören die Quellenzu Alexisbad, Buckowina, Kothen und Liebenstein, zu den mittleren die Quellen zuSchwelm, Godelsheim, Malmedy, Stehen u. s. w.; zu den ersteren, nämlich zu denen,wo der Eisengehalt kaum einen Gran und darunter in sechszehn Unzen beträgt, gehö-ren gerade die berühmtesten Eisenquellen, von Spaa, Pyrmont, Dryburg und Brückenau.(S. Osann S. 70 u. f.)
Das Eisen kommt übrigens vor als salz-, Schwefel- und kohlensaures Eisen; nurdas letztere ist von ausgezeichneter Heilwirkung.
Von den Mangan salzen der Mineralquellen.
Das Mangan ist ein häufiger Begleiter des Eisens ; man hat cs in vielen Eisen-quellen bereits entdeckt und wird es wahrscheinlich noch häufiger auffinden. Auchdie Thermen von Carlsbad, Ems und Schlangenbad, die Schwefelquellen von Nenn-dorf und Eilsen, das Bitterwasser von Seidschiitz und die Soolqucllen von Kreuz-nach enthalten Mangan. (S. Osann S. 72.)
Von den übrigen Metallen hat man nur Zink in Mineralquellen gefunden, undzwar Berzelius in dem Mineralwasser von Ronncby in Schweden. Das Kupfer fandFicinus im Carlsbader Sprudelstein; im Wasser selbst hat man es noch nicht gefun-den. (S. Osann S. j 5 .)
Diefs wären die vorzüglichsten und am häufigsten vorkommenden Salze der Mi-neralquellen. Es sind noch einige Ammoniaksalze in Mineralquellen und im Seewasseraufgefunden, eben so einige Baryt- und Strontiansalze, die jedoch, als eine chemischeMerkwürdigkeit, mehr den Chemiker, als den Arzt interessiren.
Betrachten wir die Bestandthe ile der Mineralquellen von der Seite der Säuren,so finden wir die salzsauren Salze, als salzsaures Natrum, Kali, Kalk, Talk,