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sie häufiger vor, als man bisher annahm; liydrojodsaures Natrum fand sieh imSeewasser und in folgenden Soolquellcn Deutschlands (s. Osann S. 97 u. f.): in denSoolquellcn von Coiberg, Hall, Schönebeck, Sülze, Heilbrunn, Rehme, Salzufieln,Halle, Kreuznach, Salzhausen.
Ob das Brom in ähnlicher Verbindung vorkomme, bedarf noch näherer Be-stimmung; das phosphorsaure Natrum kommt nach Wurzer in der Schwefelquellevon Nenndorf, nach G. Bischof in dem Säuerling von Selters vor.
Der Borax lindet sich nicht in deutschen, wohl aber in italienischen Mineral-wassern, aufserdem in mehreren Quellen und Seen von Thibet, Persien und Südame-rica. (S. Osann S. 92.)
Von den Kalisalzen der Mineralquellen.
Das Kali und seine Salze bilden immer einen untergeordneten Bestandtheilder Mineralquellen. Es kommt vor als salzsaures Kali in der Adolphsberger Mine-ralquelle, in der Schwefelquelle und Bittersalzquelle zu Doberan, in der Quelle zuKreuznach, in den Eisenquellen von Pyrmont, in den Mineralwassern von Patten-hoven. (S. Osann S. 84 -)
Als schwefelsaures Kali fand cs Berzelius in der Trinkquelle von Königswarth,in dem Wasser des Steinbades zu Schönau bei Teplitz; ferner enthalten es dieSchwefelquellen zu Bentheim, Schmeckwitz, das Wasser zu Staffenhagen, die Trink-quellcn zu Pyrmont u. s. w.
Kohlensaures Kali kommt nur sehr selten vor. Reufs will es in mehreren QuellenUngarns gefunden haben. Phosphorsaures Kali kommt nach Berzelius in der Adolphs-berger, nach Brandes in den Pyrmontcr Quellen vor.
Salpetcrsaures Kali findet sich oft im Brunnenwasser grofser Städte; so fand Ber-zelius in einem Brunnenwasser von Stockholm sehr viel salpetersaures Kali. (S.Osann S. 81, 84 , 88 und 92.)
Von den Kalksalzen der Mineralquellen.
Der salzsaure Kalk kommt in den kochsalzhaltigen Quellen, in mehreren kaltenund warmen Schwefelwassern und im Meerwasser, doch immer in geringer Menge, vor.
Der schwefelsaure Kalk bildet häufig den vorwaltenden Bestandteil kalter Schwe-felquellen. (S. Osann S. 84 und 79.)
Der kohlensaure Kalk tritt häufig in geringem Mengenverhältnifs in Säuerlingen,Eisen- und Schwefelquellen auf.
Flufssaurer Kalk kommt nach Wurzer in unwägbarer Menge in der Schwefel-quelle von Nenndorf vor.
Hydrothionsaurer Kalk soll nach Westrumb in allen Schwefelquellen vorhandensejm. Wurzer fand wirklich in allen von ihm analysirten Schwefelquellen dieses Salz.
Die Kalksalze sind besonders häufig in den Mineralquellen der Schweiz undBaierns vorhanden, so wie überhaupt in allen nicht in Ur-, Uebergangs- und vulkanischenGebirgsarten entspringenden Mineralquellen.
Von den Talksalzen der Mineralquellen.
Die salzsaure Talkerde kommt in Geringer Menge in mehreren Sool- und Schwc-felqucllen, dagegen die schwefelsaure Talkerde in einigen Mineralquellen in so grofserMenge vor, dafs sie den Charakter derselben bestimmt. Kohlensaurer Talk erscheintin Begleitung von kohlensaurem Kalk in vielen Quellen als Nebenbestandtheil.
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