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Abhandlung von den Mineralquellen im Allgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der bekannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz und einiger angränzenden Länder : mit analytischen Tabellen, worin etwa 250 chemische Analysen von Mineralquellen angegeben sind
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sammcrr, so neigt man sich immer mehr zu den Ansichten von Bischof, dafs daskohlensaurc Gas entstehe durch Einwirkung von Säuren, die aus vulkanischen Ope-rationen hervorgegangen sind, auf kohlensaure Salze.

Doch möchte aus verschiedenen Erscheinungen des Vulkanismus und aus derAnnahme, dafs das Innere der Erde aus einfachen Stollen besteht, die Entstellungder Kohlensäure durch Verbrennung des Kohlenstoff» nicht als ganz unmöglich sichergeben.

Es kommen die meisten Gas-Entwickelungen von Kohlensäure in der Nähe vonVulkanen vor, doch auch in Gegenden, wo jede vulkanische Bildung fremd ist, wie,z. B,, eben in und bei Pyrmont.

Vom Schwefelwasserstoff gas der Mineralquellen.

Unter dieser Form kommt der Schwefel am häufigsten in den Mineralquellenvor; es scheint indessen, dafs bei einer näheren Untersuchung manche Quelle, diebis dahin in dem Rufe eines grofsen Schwefelwasscrstolfgas-Gehaltes stand, sich alsviel ärmer daran erweisen wird, dafs man dagegen mehr Stickgas und hydrothion-saure Salze linden wird. Unter den deutschen Mineralquellen sind die Schwefel-quellen zu Winslar, Aachen, Nenndorf, Meinberg, Eilsen, Weilbach am reichsten anSchwefclwasserstolfgas.

Es ist wichtig, mit Genauigkeit zu bestimmen, in welcher Form und unterwelchen Modilicationcn der Schwefel als Bestandteil den Mineralwassern beige-mischt ist.Es ist nicht zu läugnen, sagt Anglada,dafs über diesen Gegenstand einewahre Confusion herrscht. Man fährt fort, fast alle Schwefclwasscr darzustcllen, alsenthielten sie freies Schwcfelwasscrstoffgas, und man betrachtet den gebundenen Zu-stand dieser Säure als eine Ausnahme. Während einige Chemiker behaupten, dafs indem Falle des Gebundenseyns der Ilydrolhionsäurc es immer hydrothionsaure Salzeseyen, die man linde, behaupten andere, dafs sich ein geschwefeltes hydrothionsauresSalz zeige; es gibt sogar einige, welche sagen, dafs die Ilydrolhionsäurc immer anKalk gebunden sey. Bei dem Anblick dieser und so vieler anderen Ungewifsheitcn,welche man bei dem nur etwas tieferen Studium der Schwefelquellen entdeckt, kannman nicht anders, als erstaunen, wenn man Fourcroy sagen hört, dafs licut zu Tageüber die Schwefelquellen nichts zu wissen übrig bleibe und dafs sie eben so ergrün-det seyen, als die Säuerlinge.

Meine eigenen Untersuchungen über die Schwefelwasser der östlichen Pyrenäen,fährt Anglada fort,haben mich zu ganz anderen Resultaten geführt. Das, W'as manbis dahin als eine Ausnahme von der Regel betrachtet, ist allgemeine R.cgcl gewor-den für alle von mir untersuchten Wasser.

Sie haben mir nie freie ITydrothionsäure geliefert. Ich habe nie geschwefeltehydrothionsaure Salze in ihnen bemerkt. Es war immer ein hydrothionsaures Alkali,was sich mir in jeder dieser Quellen zeigte.

Es ist hierbei zu bemerken, dafs die von Anglada untersuchten Mineralwassersämmtlich aus Gfanit oder Urgestein entsprangen.Ein Blick auf die meisten classi-sclien Werke über die Schwefelquellen, "setzt Anglada hinzu,würde hinreichen, zubeweisen, dafs im Allgemeinen diese gründliche Unterscheidung des freien oder ge-bundenen Zustandes der Hydrothionsäure vollkommen verkannt ist oder wenigstensnoch sehr unfruchtbar war.

Westrumb war der Erste, der in den Schwefclwassern von Eilsen die Gegen-wart von hydrothionsaurem Kalk darthat; doch scheint diese Entdeckung ohne Folgegewesen zu seyn für die spätere Analyse, und offenbar hatte er seine Resultate zu