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Abhandlung von den Mineralquellen im Allgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der bekannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz und einiger angränzenden Länder : mit analytischen Tabellen, worin etwa 250 chemische Analysen von Mineralquellen angegeben sind
Entstehung
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Sonne, von ganz anderer Atmosphäre umgehen, als wir sie jetzt finden, wie diefsschon Breislack entwickelte. Die untere, der Erde (die wir uns als aus geschmol-zenen, glühenden, metallischen, unoxydirten Körpern bestehend denken) zunächstgelegene Schicht der Atmosphäre bestand damals aus Metall-Oxyden, die uns jetztals unschmelzbar erscheinen; die fernere Schicht waren die schmelzbaren, flüchtige-ren Metall-Oxyde; eine andere, höhere Schicht, die aber die Erde gar nicht berührte,war das Wasserstoff-Oxyd; das Stickstoff-Oxyd, die jetzige atmosphärische Luft, bil-dete eine noch entferntere Schicht. Beim allmählichen Erkalten, das an den Polenzuerst geschah, schlugen sich die oxydirten Stoffe, theils krystallisirt, theils geschmol-zen, flüssig, nieder, bis in späteren Perioden die Bedingungen der Erdoberfläche esmöglich machten, dafs organische Wesen, Pflanzen und Thiere, freilich ganz ande-rer Beschaffenheit, als wir sie jetzt kennen, ebenfalls in den Polargegenden zuerstsich bildeten, und auf der Erdoberfläche, so weit es ihnen wegen der fortdauerndenfremdartigen Beschaffenheit der Atmosphäre erlaubt war. Bei der ferner erfolgendenAbkühlung der Erde wurde ihre Obeifläehe in gröfserem Umfange bewohnbar; dieVegetation erstreckte sich von den Polaigegenden nach den Tropenländern; die Nie-derschläge aus der Atmosphäre oder aus den nach andern Verwandtschaftsgesetzenbewirkten Auflösungen bereiteten den jetzigen Stand der Dinge vor, wo das Wasser-stoff-Oxyd die Stelle einnimmt, die früher das Silicium-Oxyd, der Kies, der Thon,der Kalk einnahmen. Die Polargegend und der Winter der gemäfsigten Zone gebenuns ein deutliches Bild von der Entstehung der Niederschläge jener Oxyde aus derAtmosphäre. So lange die Erde eine Temperatur hat, bei der das Wasser, seinergrofsen Menge nach, tropfbar flüssig seyn kann, wird das Wasser die Rolle fort-spielen, die wir ihm jetzt angewiesen sehen; früher aber, bei höherer Temperatur,war diese anders; später, bei niedrigerer Temperatur, wird sie anders seyn, undeine mit Schnee bedeckte Winterlandschaft verkündet uns, wie in jenen urweltlichenZeiten die Erdoberfläche sich mit Kies-, Kalk- und Thonbildungen bedeckte undwie leicht es war, dafs dieselbe chemische Mischung bei abwechselndem Steigenund Wiedersinken der Temperatur, durch mechanische Gewalten, durch neue Em-porhebungen und Versenkungen, eine so verschiedene Form annahm.

Dafs dieses Kälterwerden der Erde an den Polen begann, dafs dort die ersteVegetation sich entwickelte, beweisen die Fossilien des Nordens, Deutschlands, Eng-lands, Frankreichs, Nordamericas, und die Steinkohlen- und Braunkohlen-Formation.(S. Crichton a. a. O )

Cartesius und Kühn waren schon der Meinung, dafs das Meer unter dem Fest-lande hie und da die wärmeren Schichten der Erde berühre, dunstförmig im In-nern der Berge, der Klüfte, Spalten, Risse, bis zum Gipfel der Berge aufsteige undan verschiedenen Orten als Qucllwasser zu Tage komme. Zur Erklärung des Ur-sprungs der heifsen Quellen brauchten wir dann nur anzunehmen, entweder, dafsdas unterirdische Grundwasser, das mit den wärmern Erdschichten in Berührunggewesen ist, mit seinem ganzen Gehalte an chemischen Bestandtheilen zu Tagekomme, wie es in den Kochsalzthermen der Fall seyn könnte, oder dafs das schonals Dunst aufgestiegene Wasser kurz nach seinem Erkalten zu tropfbarer Flüssigkeitals warme Quelle hervortretc, wie, z. B., bei den chemisch-indifferenten Thermender Fall seyn könnte. Eben so läfst sich annehmen, dafs bei der mit der innernErdwärme gegebenen beständigen Gas-Entwickelung sich hie und da heifses Gas mitdem begegnenden Wasser vermische und. diesem seine Temperatur mittheile, oderdafs in den im Innern der Erde befindlichen Höhlen, Klüften, Gängen, Rissen, Spal-ten sich durch Gas-Anhäufungen eine Druckgewalt bilde, welche das durch die

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