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teve Erdschicht erwärmte Wasser zu Tage fördere, wenn man nicht mit La Placeund Berzelius anuehinen will, dafs das in grofscn Höhlen der Innern Wasserbassinserwärmte Wasser durch Strömung von unten nach oben (die von La Place derExpansion der unteren, wärmeren Wasserschicht, von Berzelius dem Druck der schwe-reren, kälteren, von oben eindringenden Wassersäulen atmosphärischer Wasser zu-geschrieben wird) hervorgetricbcn werde. Die Entfernung vieler heifsen Quellenvom Meere kann hier nicht als Einwurf betrachtet werden, da eine unterirdischeCommunication sich leicht auf einige Hunderte von Meilen erstrecken kann. SchonLichtenberg sagte, dafs die heifsen Quellen leicht das Produkt eines chemischenProccsscs seyn könnten, wozu der eine Thcil des Apparats in Asien und der anderein Europa liege.
Es ist keine Frage, dafs die Thermen und Mineralquellen mit Vulkanen deninnigsten Zusammenhang haben. Das Auftreten derselben in der Nähe noch brennen-der Vulkane, das gleichzeitige Vorkommen von Säuerlingen und kohlcnsaurcs Natrumführenden Quellen mit Basalt und vulkanischen Bildungen beweisen dieses zur Ge-nüge. Nun ist aber von allen Theorien über Vulkanismus und Mineralquellen-Bil-dung keine, die alle bis dahin erschienenen Phänomene besser erklärte, als die An-nahme eines Centralfeuers, eines im Innern der Erde bestehenden Forlglühens vonmetallischen und einfachen Stoffen, die sich mit Sauerstoff aus dem Wasser oder derLuft zu verbinden streben. Es würden sich hieraus auch manche meteorische Er-scheinungen und deren Zusammenhang mit tellurischcn Veränderungen erklärenlassen, besonders aber auch die Bildung der Kohlensäure, des Wasserstollgases, desStickgases, des Ammoniaks, des Salmiaks, des Kochsalzes, welche die vulkanischenErscheinungen begleiten; die Erde wäre das Brennbare, und der Acther das Vcr-bronnen-Befördernde; Luft, Wasser und Erde wären die ersten Produkte diesesVerbrennungs-Processes, und die Vulkane nichts, als kleine Wiederholungen grofscrurweltlicher Revolutionen.
In der That erneuert sich bei Vulkanen die ganze Reihe von chemischen Thä-tigkeiten und geologischen Veränderungen der Urwelt in kurzen, rasch aufeinanderfolgenden Auftritten.
Wir sehen bei vulkanischen Eruptionen die Bildung neuer Gebirgsartcn durchuns unerreichbare Wärme-Entwickelung vor sich gehen; wir sehen Schichten siehbilden von Asche, Lava, Salz oder von Schlamm und Letten; es erfolgen Ergiefsun-gen von Wasser und Aushauchungen von Gas, kurz, eine Reihe von chemischen undgeologischen Processen, die liinreiclicn, uns über die früheren Epochen der Erde,wo vulkanische Thätigkeit und Thermalbildung sich über einen weit gröfscren Theilder Erdoberfläche verbreitete, einigen Aufschlufs zu geben.
Die Thermen-Bildung auf vulkanischem Boden scheint nun entweder die vulka-nische Thätigkeit zu begleiten, oder als letzter Akt derselben aufzutreten, oder einestellvertretende, ableitcndc, vulkanische Eruptionen verhindernde Aeufscrung innererGluth zu seyn, während das Hervortreten von Säuerlingen auf eine längst vergan-gene vulkanische Thätigkeit der Gegend hindeutet.
So stellen sich uns Vulkanismus, Thermen - und Mineralqucllcn-Biltlung alsZeugen der Vergangenheit dar, verkündend, wie sich vor unbestimmbaren Zeitenauf unserem Erdball unter heftigen Revolutionen der jetzige Zustand der Dingevorbereitete, Rüthsei lösend und Rälhscl gebend.