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Abhandlung von den Mineralquellen im Allgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der bekannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz und einiger angränzenden Länder : mit analytischen Tabellen, worin etwa 250 chemische Analysen von Mineralquellen angegeben sind
Entstehung
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von dAubuisson 1803, von v. Trebra in d. J. i8o5, G, 7 und iS, die in Grofs-britannien von Lean, Rede, von M. W. Fox, in den Kupfer- und Bleiminen vonKorn-Wallis und Devonsliire, von Bald, Dünn und Fenwick in den Sleinkohlengrubcndes nördlichen Englands, die in Peru und Mexico von v. Humboldt angestelltcn Ver-suche an. Kürzlich hat mein Freund, Hr. lleis, in dem Dorotheen-Schacht bei Claus-thal am Harz diese Erscheinung bestätigt gefunden, indem er bei g° R. Lufttempe-ratur in einer Tiefe von a5o Lachtern 1 !\, 3° R. fand. Endlich hat Cordier in dreiweit von einander entfernten französischen Steinkohlengrubcn von Litliry, von De-cise und von Carneaux im Jahr i8a3, 25 , und in der letztem 1822 und a5 experi-mentirt, und nachdem er genau die Unterschiede, welche Luftströmung, Athmender Arbeiter, Brennen der Lampen, Filtrationen und Quellen in der Temperaturhervorbringen können, berechnet hat, zieht er daraus das Resultat: 1) dafs die Tem-peratur von der Oberfläche der Erde aus nach dem Innern um ein Bedeutendeszunehme, und zwar nach den Resultaten des pariser Observatoriums bei 28 Metresum i° C. (wonach die Temperatur des kochenden Wassers ungefähr eine gute halbefranz. Meile unter dem Niveau von Paris wäre); 2) dafs nach den Resultaten der übrigenBeobachtungen das Mafs der Entfernung für einen Grad Zunahme der Temperaturzwischen 57 und i3 Metres schwanke; 3) dafs die Verschiedenheit zwischen den ge-wonnenen Resultaten nicht blofs auf Unvollkommenheit der Erfahrung, sondern auchauf einer Unregelmäfsigkeit in der Verthcilung der unterirdischen Wärme unter denverschiedenen Ländern beruhe; 4 ) dafs diese Verschiedenheit weder mit der geo-graphischen Länge, noch Breite eines Ortes in Verhältnifs stehe; 5) dafs die Zu-nahme der innern Erdwärme an manchen Orten auf i5 oder gar i3 Metres einenGrad betrage.

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Cordier stützt auf diese Beobachtungen Hypothesen über die Beschaffenheit derinnern Erdmassc, über die Entstehung der verschiedenen Gebirgsarten, über dieVerschiedenheit des Climas, über die Pol-Abplattung und Sphäroidal-Gestalt derErde, über das Fallen der Meere, über Ebbe und Fluth, über Erdbeben und Vul-kane und endlich über die Entstehung der Mineralquellen und warmen Quellen,von denen er (und mit Recht) annimmt, dafs sie in der Zeit vor der gegenwärtigengeologischen Periode weit zahlreicher waren.

Ueberdiefs erklärte er aus jenem Flüssigseyn und Glühen des innern Erdkörpersden Magnetismus, die Meteorsteine, den Ring des Saturnus und mehrere anderePhänomene.

Auf diese Hypothese nun läfst sich eine Theorie der Gebirgsarten- und Mine-ralquellen-Bildung fortbauen. Ich werde sie meiner Ansicht zum Grunde legen. Siegenügt in dieser Hinsicht vollkommen, und wir kehren, wie in manchen andernStücken, wo die Alten einer selten trügenden Ahnung folgten, zu Ihrer Ansicht zurück.

Welcher Natur dieses unterirdische Feuer sey, darüber kann man allenfalls be-haupten, dafs es ein einfaches Fortglühen, vielleicht einfacher und metallischer Kör-per, vielleicht von Alcali-Metallen, also kein durch Sauerstoff-Gas unterhaltener Vcr-brennungsprocefs sey, sondern dafs vielmehr aller Zutritt von Sauerstoff durch diedeckende, erkaltete Kruste abgehalten sey. Sobald nun diese glüliende Masse mitSaueistoff, sey es in Form von Wasser oder Luft, in Berührung kommt, so müssensich durch heftige Zersetzungen eine Menge Gase entwickeln und eine Menge neuerVerbindungen geschaffen werden, wie diefs jährlich bei den Vulkanen geschieht.

Als die Erde, ein bis zu unendlichem Wärmegrade erhitzter Körper, losgerissenvon ihrer Sonne, im unendlichen Raume zu ihrer eignen und selbstständigen Existenzhingeschleudert wurde, war sie im Anfang ihrer Rotation, um sich wie um ihre