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Abhandlung von den Mineralquellen im Allgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der bekannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz und einiger angränzenden Länder : mit analytischen Tabellen, worin etwa 250 chemische Analysen von Mineralquellen angegeben sind
Entstehung
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Steinkohlen- oder Braunkohlen-Flötzen, bald entzündeten Schwefelkies-Lagern, balddem Löschen caustischen Kalks, bald auch den aus der Erde aufsteigenden heifsenGasarten oder electrischen Strömungen zu.

Geognostische Untersuchungen haben dargethan, dafs bei den meisten Thermenkeine Stein - oder Braunkohlen-Flötze anzutreffen sind, und dafs, wo diese durchZufälle in Brand gcrathen, sich keine Mineralquellen-Bildung zeigt; auch bieten sichkeine Schwefelkies-Lager dar, aus deren Erhitzung man die Wärme der Quellen ab-leiten könnte. Nachgrabungen, die man hie und da gemacht hat, haben auch nicht zueinem Resultat geführt, weil sie meist zu oberflächlich waren. Dagegen scheint dieAnnahme von einem innern Fortglühen des Erdkörpers mit den übrigen Naturerscheinun-gen, sowohl auf der Erde, als bei den Himmelskörpern, mit den Erfahrungen sowohlder Geologie und Hydrologie, als der Physik und Chemie, in Einklang zu stehen;sie scheint ganz dazu geeignet zu seyn, alle Differenzen zwischen den verschiedenenSystemen der Geologie, der Physik, der Hydrologie, der Chemie auszugleichen, dafsman verleitet wird, auf sie eine allgemeine Theorie von der jetzigen Bildung derErdoberfläche und also auch von der Entstehung der Quellen, Mineralquellen undThermen zu stützen. *)

Hierzu kommt, dafs das Hervortreten heifser Quellen sich entweder den vul-kanischen Erscheinungen, den Produkten vulkanischer Thätigkeit, der Basalt-Bildungoder dem sogenannten Urgebirge (Granit, Gneis u. s. w.), das nach neueren geolo-gischen Ansichten seine Entstehung ebenfalls einer unterirdischen Feuereinwirkungverdankt, anschliefst.

Mehrere Erfahrungen über das Erkalten glühender Körper, astronomischeBeobachtungen, das Schwanken der Magnetnadel und endlich die Vergleichung derTemperatur der Erde auf ihrer Oberfläche und in Vertiefungen bestimmten Descar-tes, Halley, la Grange, Dolomieu, Hutton, Plaifer, Leibnitz, Mairan, Buffon, zu derAnnahme eines Centralfeuers zurückzukehren, und die Untersuchungen der neuestenZeit haben diesen unbestimmten Voraussetzungen einen hohen Grad von Wahrschein-lichkeit gegeben. La Place und Fourier und nach ihnen viele andere, besonders eng-lische, Gelehrte haben in der neuesten Zeit dasselbe System angenommen.

Die bis dahin angestellten Experimente haben theils die Temperatur der ausden Ausflufs-Canälen der Bergwerke hervorkommenden Wasser, theils die Tempera-tur natürlicher oder künstlicher Höhlungen der Erde, vermittelst deren wir in dasInnere der Erde dringen, zu bestimmen gesucht. Letztere sind bis zu einer Tiefevon 12- bis i5oo Fufs angestcllt, und sie sind so zahlreich, dafs man diedaraus hervorgehenden Resultate als genau annehmen kann. Von den etwa 3 oo Be-stimmungen der Temperatur in 4 o Minen wurden etwa 2 / 3 nach der Luft der Höhlun-gen, die meistern andern nach dem darin befindlichen Wasser, sehr wenige unmittelbarim Gestein selbst angestellt. Die seit etwa i5o Jahren in den Kellern des pariserObservatoriums begonnenen, durch Arago vervollkommneten Versuche bilden dieGrundlage zu diesen Beobachtungen ; ihnen schliefsen sich die von Gensanne in denBergwerken von Giromagny um das Jahr 1750, die von dAubuisson in den Blei-und Silbergruben von Poullaome und dHuclgoet in der Bretagne um das Jahr 1806,die von de Saussure in den Salzminen von Bex in der Schweiz etwa um das Jahr1788, die von v. Freifsleben und von v. Humboldt in Sachsen im Jahr 1799, die

*) Alexander Crichton : über den climatisclien Zustand der Erde vor der allgemeinen Ueber-schwemrnung, dessen Unabhängigkeit vom Einflufs der Sonne und über die Entstehung desGranits, aus Annals of philosophy in Nöggeraths Ausgabe von Cuviers Ansichten von der Ur-welt, 15. II., Anhang; und besonders die Anmerkungen S. 192 u. ig4-