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Abhandlung von den Mineralquellen im Allgemeinen und Versuch einer Zusammenstellung von 880 der bekannteren Mineralquellen und Salinen Deutschlands, der Schweiz und einiger angränzenden Länder : mit analytischen Tabellen, worin etwa 250 chemische Analysen von Mineralquellen angegeben sind
Entstehung
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]cn bei ihrem. Entstehen und bei der Dauer ihres Wasserspendens darbieten. Wennnun auch damit keine eigentliche Erklärung gegeben ist, so schliefst doch eine solcheumfassende Ansicht jede einseitige Betrachtung und jedes usurpirende System aus.

Die Erkenntnifs der Natur ist einem einzelnen menschlichen Individuum nichtmöglich, wohl aber der Gesammtheit des Menschengeschlechts, in so fern ihm dieliöhcrn und niedern Perceptions-Organc dazu verliehen sind.

Aufzählung der verschiedenen Theorien über den Ursprung derQuellen, Mineralquellen und Thermen.

Aristoteles war der Meinung, dafs die Berge das meteorische Wasser schwamm-arlig anzögen; Vitruvius läfst die Quellen aus liegen- und Schneewasser entstehen,das in die Erde dringe und auf verschiedene Art sich verlaufe.

Mariotte, Perrault waren auch von dem meteorischen Ursprung der Quellenüberzeugt.

Ed. Ilalley und Otto lehrten ebenfalls, dafs die Quellen aus atmosphärischemWasser entstehen; von Langsdorf, Cuvier, Berzelius betrachten es als ausgemacht,dafs die Quellen den atmosphärischen Wassern ihre Nahrung und ihren Unterhaltverdanken.

Letzterer drückt sich darüber folgender Mafsen aus:*)Der gröfste Theil desatmosphärischen Wassers schlägt sich auf Höhen und Bergen nieder, theils, weildie wärmere Luft der Thäler, sumpfigen Stellen und Seen, wenn sie an den Abhän-gen der Berge emporsteigt, dort abgekühlt wird und ihr Wasser in Gestalt einesgelinden, aber fortwährenden Thaues absetzt; theils defshalb, weil die Wolken sichum hohe Punkte mehr zusammenzichen und Regen da absetzen, während das untenliegende flache Land gutes Wetter hat. Das auf Bergen gesammelte Wasser rinnttheils an ihrer Oberfläche herab und bildet Bäche, theils senkt es sich in die klei-nen Klüfte derselben und zieht sich hier in die Tiefe. ,. *. Da diesem hineindrin-genden Wasser immer anderes nachfolgt, dessen Schwere es mitzutragen hat, so suchtcs sich allenthalben durch die Klüfte Wege nach unten, bis es endlich auf eineStelle kommt, wo es verhindert wird, tiefer niederzusinken, und wahrscheinlich sinddie Klüfte der Beigc so weit mit Wasser gefüllt, als dieses einzudringen vermag.Die Schwere der in den Klüften auf das untere Wasser drückenden Wassersäuleprefst dieses nach den Thälern und niedern Gegenden hin, durch Lagen von Sandund Erde, wobei sich das Wasser eine oder mehrere Rinnen aushöhlt, aus welchencs an gewissen Stellen hervorbricht und Quellen bildet. Nach der verschiedenenGestaltung und Fortsetzung der Berge unter der Erdoberfläche können diese Quel-len dem Berge, in welchem sie entspringen, entweder nahe liegen, oder entferntervon ihm bervorbrechen.

Yon Langsdorf drückt sich darüber in seiner Salzwerkskunde so aus:Das

Wasser wird gröfstentheils von den Gebirgsmasscn cingesogcn, so dafs es theils wiein einem Schwamme anhängt und daraus langsam ab träufelt, theils unterirdischeKlüfte, Höhlungen und Kanäle füllt und solchen immer mehr in die Tiefe folgt,bis es, oft erst nach mannigfaltigem Steigen und Fallen, in Thälern und Flufsbet-ten, auch wohl an Gcbirgsabhiingen, endlich wieder einen Ausweg findet.

Cuvier sagt in seiner Geschichte der Fortschritte der Naturwissenschaften, ausdem Französischen von Dr. Wiese (I. S. i3i):Ueber den Ursprung der Quellen

und Flüsse ist nichts weiter zu wünschen übrig; es ist bewiesen, dafs der Regenund die übrigen wässerigen Meteore die einzigen Ursachen derselben sind.

:; 0 Siehe dessen Lehrbuch der Chemie, B. I. i. S. 4°3-