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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
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1091
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Griechenland

ncllcn Vorurtheilc der Palikaren nichts nachgeben wollte und auch sonst eben nichts»hat, was da» einmal gestörte Vertrauen hatte wiederherstellen mögen, so bestan-den diese Jägcrbataillons fortwährend nar in der Idee. Gleichwol wäre es leichtgewesen, sie bald auf den gesetzlich bestimmten Bestand z» bringen, wenn man et-was fügsamer verfahren wäre. Denn im Ganzen zeigten sich anfangs alle unre»gulairen Truppen geneigt, in die Dienste der R.gicrung zu trenn; und man hatsogar versichert, daß die noch über Epiros, Thessalien und Makedonien zerstreu-ten Heerführer, welche nach einer überschläglichen Berechnung allein 13l>H(X>Bewaffnete hätten stelle» tonnen, Willens g, Wesen seien, sich dem Königreicheund der Regentschaft anzuschließen. Die Auflösung und die darauf erfolgteAuswanderung der griechischen Nationalmilizen berauvte die Regentschaft derVortheile, welche sie aus dieser allerti«^ günstigen Stimmung der Truppenhalle ziehen können. Genug, man hatte es um die Mitte des Jahres fast nochzu nichts gebracht, und auch die Aussicht auf einen glücklichern Fortgang der Wer-bungen nahm, da das Misvergnügen der entlassenen Truppen immer mchr wuchs,lher ab als zu. Denn auch die zur Ermittelung der von den Truppen geleistetenDienste niedergesetzte Commission, welche durch die Namen ihrer Mitglieder,eines Kvsta BozzariS, Georg Jatrako, Andreas LandoS, Demetrios Makris,Demetrios Plaputas, Alrxis Wlakvgulos und anderer bewährten Heerführ-r, all-gemeines Vertrauen und große Erwartungen erregt hakte, war bis jetzt ganz un-thätig oder außer Stand gewesen, den an sie gemachten Ansprüchen nur einiger-maßen zu genügen. Da freilich die Entschädigungen in Rationalländereien ge-schehen sollten, und vor einer zweckmäßigen Vcrtheilung derselben natürlich erst ihrBestand und Werth ausgemittelt werden mußte, so war die eingetretene Verzöge-rung unvermeidlich. Doch erhoben sich auch über verfehlte Wahl der Offiziere,welche meistens auf Empfehlung der Minister geschehen war, aber eben nicht im-mer die verdientesten getroffen hatte, und über eine übel angebrachte, freilich woldurch die Noth gebotene, Sparsamkeit bei der Bildung des Heeres, allerleiKlagen. Obgleich nun die Regentschaft die einmal begonnene Organisation nichtganz wieder aufgeben konnte, so verlangte jedoch die Erhaltung der öffentlichenRuhe und Sicherheit, welche hier und da durch die ausgelösten Truppen allerdingsgefährdet wurden, ein Auskunstsmittel, welches schneller zum Ziele führen sollte.Dies veranlaßte zunächst die Bildung eines Gendarmcriekorps lpzepo^oluxH,welche durch ein Decret vom 15. Jun. befohlen wurde. Es sollte nach bairisch-sianzöfischem Muster organisirt, und zunächst auf >000 Mann in 10 Compagniengebracht werden. Ein französischer Philhellcne, welcher bereits unter Fabvier mitAuszeichnung gedient harte, sollte das Commando übernehmen, und einige derausgezeichnetsten Palikarenchefs wurden als Offiziere genannt. Der Sold, daswirksamste Reizmittel, war hoch angesetzt-, jedoch sah man sich genöthigt, umauch hier nicht völlig zu scheitern, zu Gunsten der eintretenden Palikaren wenig-stens für den Anfang von der vorgeschriebenen Uniformirung abzugehen und ihnenihre Nationaltracht und Bewaffnung zu lasse». Selbst^bies hob noch nicht alleBedenklichkeiten auf Seiten Derer, welche man für dieses Corps zu gewinnen ge-hofft hatte; und da man natürlich nur bewährte Leute in dasselbe aufnehmenwollte, so brachte man den Bcstand desselben in den ersten Monaten nicht über200 Mann. Die Stärke der bewaffneten Macht beruhte daher fortwährend aufdem dänischen Hülfscorps und den für die griechische Regierung in München or-ganisirten Truppen, welche in kleinen Abtheilungen nach und nach in Grjechin-land eintrafen. Der erste Transport derselben, aus Infanterie und Uhlanen be-stehend, war schon am 7. März von Trieft abgegangen und am 26. und 3!. des-selben Monats in Nauplia gelandet; die Infanterie blieb daselbst, während dieEavalerie nach ArgoS verlegt wurde. Von hier mußte sie aber schon gegen Ende

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