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Eli chenland
bald ein wesentlicher Mangel scwol an Material, namentlich Leder, zurEquipi-rung eines bedeutenden Truppencorps, a!s auch an geschickten Arbeitern ,ur Ver-fertigung der Mvntur-und Armaturstücke »ach europäischen Mustern; schleunigeRcguisittonen auS Baiern sollten diesen Mangel ersetzen, verzögerten aber natür-lich den Fortgang der Organisation, Auch machte die über die Anstellung der Of-fiziere nachträglich erlassene Verordnung, der zufolge alle einen Grad tiefer in dasHeer aufgenommen werden sollten, als sie bisher gestanden hatten, einen üblenEindruck, Die Meisten, in Nauplia zusammengedrängt, um die Erfüllung derihnen gemachten Versprechungen abzuwarten, betrachteten dies als Zurücksetzung,nahmen ihren Abschied und schlugen sich wieder zu den aufgelösten Palikarenh,ru-fen, welche sich wild durch das Land umheririeden, und vorzüglich in Gegenden, wonoch keine bairischen Truppen waren, allerlei Unfug anstifteten. Die Haupt-masse dieser Unruhstifter drängte sich, da im Süden gegen die Truppen der Regie-rung wenig zu machen war, nach der noch schlecht bewachten Nordgränzc, umdann nach Thessalien und Macedonien überzugehen. Sie wurden wenigsten« auf6000 Mann angeschlagen. Ein guter Theil derselben mag sich an einen HaufenAlbanescr angeschlossen haben, welchen ein gewisser Taphil-Buza, ein albanesischerHäuptling aus der» Freiheitskriege, auf türkischem Gebiete unfern der Grenze zu-sammengezogen halle. Er gab sich das Ansehen, ,als ob er im Einverständnissemit dem Vicekönige von Ägypten und der griechischen Regierung handele, undnahm gegen die bcnachb>zrte» Paschas der Pforte eine feindliche Stellung an. 'Al-lein die letzteren ließen es ebenso wenig an Vorsichtsmaßregeln fehlen, als die Re-gentschaft, welche gegen jede Gelneinschaft mit diesem Abenteurer feierlich proic-slirte, und schnell alle nur entbehrlichen Truppen nach Rumelien aufbrechen ließ,um die Grenzen vor den Räubereien der dort versammelten Palikaren zu schützen.Denn daß die ganze Sache zuletzt auf weiter nichts als eine gemeine Räuberei hin-auslaufen würde, war vorauszusehen und lehrte der Erfolg. Das unglücklicheArta mußte dies am härtesten erfahren. Nachdem Taphil-Buza in »lehrenGefechten von den Türken geschlagen -und ganz an die griechische Grenze, we chehier und da schon von seinen Horden, obgleich ohne Erfolg, überschritten wurde,zurückgedrängt worden war, überfiel er in der Nacht vom 25, auf den 26. Maimit dem größten Theile seines Haufens das unbeschützte Arta, brandschatzte es dreiTagelang, raubte und zerstörte, was er erlangen konnte, schleppte den englischenEonsul und den griechischen Bischof als Gefangene nach dem Gebirge, mishandelledie daselbst gegenwäikige Grcnzcommlssion, und machte am 28. Mai einen Ver-suchs auch auf das griechische Gebiet überzugehen, um Missolonghi ein ähnlichesSchicksal zu bereiten. Allein mit den daselbst aufgestellten Truppen wagte er kei-nen Kampf. Von allen Seiten hart bedrängt, ging sein Corps der gänzlichenAuflösung entgegen. Ein Theil desselben, etwa 15 — 1600 Mann, erschien ander griechischen Grenze und bot der Regierung seine Unterwerfung an. Diesewurde von Denen, die wirklich griechische Unterthanen waren, in Form eineszweiten Amnesiicdccrets, welches am Geburtstage des Königs, am 1. Jun., er-lassen wurde, unter der Bedingung angenommen, daß sie unverzüglich die Waf-fen ausliefern und sich ruhig in ihre Heimat begeben sollten. Da sich jedoch sehrwenige von ihnen, im Ganzen etwa 100 Mann, bereit erilärun, in die Linieoder die Jägerbataillons einzutreten, so kam man dadurch in der beabsichtigten Or-ganisation eines Nationalheercs um keinen Schritt weiter, obgleich die Förderungderselben immer dringender wurde, weil man sich genöthigt sah, die Grenzen durcheine bedeutende Truppcnmacht zu sichern.
Die Regentschaft hatte, ihrem ursprünglichen Plane zufolge, hierzu vor-zugsweise die auS der alten Nationalmiliz zu bildenden Jägerbataillons bestimmt;allein, da man von den einmal gelrossenen Anordnungen zu Gunsten der nalio-
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