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Vierter Band (1834) S bis Z
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Insekten liferle Burmeistcr (Halle 1829), das indessen >in Allgemeinen wenig vonLatreille's ablvcicht, aber eine neue Ordnung Oictioptern enthält. Die Ortbn-^,tera bearbeitete Serville (Annulv, >ies rcivucv» n iturelloo", Bd. 21), ebensomüssen wir die Jchneumoniden übergehen und auf Gravenhorst'S Werk verweisen.Was die Mollusken betrifft, so ist besonders Menke'S System (8/nnp-i-") zu er-wähnen. Rang'S System ist auf vielfache Beobachtungen der lebenden Thiere be-gründet. Eine der wichtigsten Arbeiten ist Eschscholz'sSystem der Acalephen"(Berlin 1829, 4 .), das sich auf viele eigne, neue und besonders anatomische Be»odachtungen stützt. Die Systematik der Infusorien hat durch Ehrenbcrg'S Arbei-ten eine völlige Umwandlung erlitten.

Werfen wir nun noch einen Blick auf Das, was demnächst zu Förderungder Zoologie zu thun sein möchte, so steht eine Sammlung aller entdeckten Thier-arten <8>>ec!es ammalmm) oben an, wäre sie auch nur auf Dasjenige beschränkt,was in so vielen Werken zerstreut bekannt gemacht wurde. Sie kann nicht dasWerk eines Einzelnen sein, wol aber wäre zu wünschen, daß Akademien eine solcheArbeit durch ihre Mitglieder unternehmen ließen. Je länger sie verschoben wird,desto mehr häufen sich die mit der Abfassung verbundenen Schwierigkeiten. Fischer'S8zmn,,si, msmmalium" steht als wohlgelungener Anfang da. Demnächst ist derMangel eines Nepertoriums aller in eignen Werken, Journalen und Gesellschasts-schristen mitgetheilten Entdeckungen usw. sehr fühlbar und die Bearbeitung einessolchen würde ebenfalls etwa einer Akademie zu großem Ruhme gereichen.Die Zerstreuung des Einzelnen in einer Menge von Zeitschriften erschwert das Stu-dium um so mehr, wenn dieselben außer der Zoologie auch andere Zweige der Na-lunvissenschaft behandeln. (67)

Zumpt (Karl Gottlob), geboren am 20. März 1792 in Berlin, von bür-gerlich wohlhabenden Ältern, erhielt seine erste Schulbildung auf dem dorti-gen Gymnasium zum grauen Kloster, welches er 1806 verließ, um nach demVorgänge seines ältern Bruders Mathematik und das Baufach zu studiren. Derdamals ausgebrochcne unglückliche Krieg störte jedoch diesen Plan und er kehrtewieder zu den literarischen Studien zurück, die er nunmehr auf dem JoachimSthal-schen Gymnasium fortsetzte. Hier war eS besonders der Unterricht Buttmann'S,nicht nur der öffentliche, sondern auch vornehmlich der privatim ertheilte, zu demer sich mit einigen Freunden verbunden hatte und wo Plato, Homer und Aristo-phanes gelesen wurden, welcher sehr bildend und anregend auf ihn einwirkte. Auch?e. Aug. Wolf, welcher damals Jnspector dieses Gymnasiums war, interesstrtesich für ihn und gewährte ihm seinen vielfach belehrenden und wirkenden Umgang.Durch günstige Verhältnisse schon früh zu dem Besitz guter Philologischer und hi-storischer Bücher gelangt, faßte er schon als Jüngling tief gehegte Plane zu einerkünftigen literarischen Thätigkeit. Im 1.1809 bezog er die Universität Heidel-berg, vornehmlich von Creuzer und Böckh angezogen. Eine Empfehlungskartevon Wolf führte ihn bei Johann Heinrich Voß, Vater und Sohn, ein. Im fol-genden Jahre kehrte er jedoch wieder nach Berlin zurück, wo er auf der nunmehrbort eingerichteten Universität die philosophischen, theologischen und philologischenBorlesungen von Wolf, Heindorf, Fichte, Schleiermacher und de Wette hörte.Auch nahm er Theil an der philologischen Gesellschaft, welche Heindorf leitete, so-sp t-r an dem Seminar, dem Böckh vorstand. Geraume Zeit blieb sein Ent-schluß schwankend, ob er die Philologie oder Theologie zu seinem praktischen Le-benszweck erwählen solle, und kam nicht eher zur Entscheidung, als bis zu Endebes TrienniumS der Direktor Bernhard!, der ihn in einer Gesellschaft bei Wolf ken-nen gelernt, in ihn drang, einige Lehrstunden an dem von ihm geleiteten Weider-ichen Gymnasium zu übernehmen. Dies bestimmte ihn und da der Erfolg nicht"»günstig war, machte er in den Sommerferien schnell das ersoderliche Examen