Druckschrift 
Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
1051
Einzelbild herunterladen
 

l>i«l

>Wz

»»!d^

r-l-,

^«l!

ek»^

!ÄiH -loW 'steil, ^mck^>- ! i

h-i»-!,Oar ^«-kör-^»S

I«

»lad«!

s-lk°

rjS'!

A->

«5 '

!^l

S'

F

Zoologie 1051

nach dessen Untersuchungen die Jnfusionsthierchen jetzt keineswegs mehr als dieeinfachsten Organisationen der Tbierwelt zu betrachten sind. Wie viel aber immer-hin im eignen Vaterland« bei emsigem Forschen entdeckt werden könne, haben Ari-dem» und Milne Edwards für Frankreich, Thompson für England gezeigt. Jeneliefern die genauesten Untersuchungen einer Menge bis jetzt hinsichtlich ihres Baues,ihrer Lebensweise so gut wie unbekannter Thiere ss.Ilcckerch« paar servir ä1'kistnicc naturelle <lu littoral <le In?re>nce", Paris 1832, Bd. 1); dieser weistganz verkannte Geschöpfe nach. Für die großen sogenannten Reisen um die Welthat keine Regierung mehr gethan als die französische, was die Wissenschaft Cuvier'SEinflüsse verdankt. Sie hat mehre solche Unternehmungen angeordnet, deren Er-gebniß reiche Sammlungen waren, sie hak sogar ein näher gelegenes Land, Morea,durch eine eigne wissenschaftliche Commission auch in naturhistorischer Hinsicht un-tersuchen lassen. Dazu kommt noch der patriotische Sinn der auf e^ne Kostenreisenden Franzosen, welche nicht selten ihre mitgebrachten Sammlungen oder we-nigstens die Doubletten derselben dem an sich schon so reichen Museuin im äurciin6» plantes zu Paris einverleiben. Die russische, die preußische, die niederländi-sche Regierung haben sich gleichfalls durch Unterstützung bedeutender Reiseunterneh-mungen für naturhistorischeZrvecke große Verdienste erworben und durch sie wurdenElchscholz (s. d.), Macklot, Kühl, Boje fs. d.), Siebold sf. d.), Hemp richund Ehrenberq (s. d.j in Stand gesetzt, wichtige Entdeckungen zu machen.Indem wir hinsichtlich der Ergebnisse dieser Unternehmungen auf die betreffendenArtikel und im Allgemeinen auf den Artikel Naturforscherreisen verweisen,haben nur in Beziehung auf die Naturforscher, die auf eigne Kosten außereuropäi-sche Reisen unternahmen, neben den Deutschen Rüppell (s. d,), der im Som-mer 1834 aus Mika nach Frankfurt am Main zurückkehrte, und dessen zoolo-gisches Werk schnell vollendet wird, und Pövpig (s, d,), der den reichen Be-richt über seine Reise durch Südamerika zum Drucke bereitet, und den SchweizerRenqger, der seinen unwillkürlichen Aufenthalt nssParaguap benutztest um inter-essante Beobachtungen über die dortigen Säugethiere zu sammeln und mitzuthei-len, auch den Franzosen Belanger zu nennen, der zu Lande nach Ostindien reiste unddessen Mittheilungen um so wichtiger sein werden, da sie von ausgezeichnetenSachkennern nicht einseitig, sondern mit Rücksicht auf das von Andern dort Ge-fundene bearbeitet werden, sowie den Deutschen Faber, der über die Naturgeschichteder isländischen und überhaupt der nordischen Vogel (,ProdromuS der isländischenOrnithologie", Kopenhagen 1822) und der isländischen Fische (Naturgeschichteder Fische Islands", Frankfurt am Main 1829) wichtige Nachrichten mitge-theilt hat. Was hier und da von Manchen auf kleinern Ausflügen beobachtetwurde, darüber finden sich die Notizen meist hier und da in Zeitschriften und Ge-sellschastsschriften, namentlich auch in Oken'sIsis" und in den neuen Abhand-lungen der kaiserlich Leopoldinischen Akademie, densinnnle, äs» Science- na-turelles" und andern zerstreut, die wir daher nicht einzeln aufzählen können, vonden besondern Schriften müssen wir aber Leuckart'sUreves animalium etc. ckescri-ptioaes" (1828) und Gravenhorst'sDergestina" (1832) erwähnen, beide aufdas mittelländische Meer bezüglich. Die zur Förderung naturhistorischer Reisenentstandenen Vereine fs. Naturforschcrreisen) haben insbesondere auch für>e Zookegie günstige Ergebnisse geliefert.

Nächst den Beobachtungen, welche auf den erwähnten Reisen gemacht wur-den, trugen diese auch dazu bei, die Museen ansehnlich zu bereichern, sowie dieMenagerien. Diese letztem, wenn sie in größerer Anzahl vorhanden wären, wenndie Beobachtungen, die man in denselben an den Thieren anstellen kann, häufigerbekannt gemacht würden, könnten namentlich zur Kenntniß der Lebensweise derThiere am meisten beitragen. Indessen sind die Notizen, die man von ihnen er-