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Er schrieb selbst in spätern Zähren dieser religiösen Richtung die bei ihm zur Ge-wohnheit gewordene unerschütterliche Beharrlichkeit zu, vermöge deren er ein ein-mal begonnenes Unternehmen nicht aufgab, ohne es zu Ende geführt zu haben.V. erhielt frühzeitig Unterricht in einer Schule zu Bristol, und ward in dem Hauseeines Nachbars mit mathematischen Instrumenten und einem Wörterbuche überKünste und Wissenschaften bekannt, welches ihm wahrscheinlich schon damals dieRichtung zu den Naturstudien gab. Er kam 1782 in eine Schule zu Compton,wo er die classischen Sprachen und die Mathematik erlernte, außerdem beschäftigteer sich dort mit dem Französischen und Italienischen, Botanik und Optik. Einehebräische Bibel, welche er zu Compton fand, führte ihn zum Studium der orien-talischen Sprachen. In seinem 14. Jahre war er für sein Alter ungewöhnlich fort-geschritten, ward aber von Symptomen einer anfangenden Auszehrung ergriffen.Diese wurden glücklich beseitiget und D. lebte von 1787—92 im Sommer inHert-fordshire, im Winter in London, nur mit seinen Privatstudien beschäftigt; bei DrHiggins zu London hörte er Chemie. Er erlangte zu dieser Zeit eine große Kraftdes Charakters. Sein Lieblingssatz war, was ein Mensch gethan hat, kann einanderer Mensch auch thun, nur Übung und Beharrlichkeit sind crfodcrlich; der an-geborene Unterschied unter den einzelnen Menschen in Ansehung ihrer Fähigkeitenist nicht groß. Seit 1791 lieferte er Aufsätze in verschiedene Zeitschriften über phi-lologische Kritik, Chemie, Botanik, Entomologie Er begann 1792 seinen me-dicinischen Cursus zu London unter Baillie und Cruickshank, und sehte ihn 1794zu Edinburg fort. Seine der Un^-ci societz- übergebenen Abhandlungen über dasSehen und die Crystallinse des Auges verschafften ihm die Mitgliedschaft. P. ging1795 nach Göttingen, wo er promovirte und mit der deutschen Sprache und Lite-ratur ziemlich bekannt wurde. Nach England zurückgekehrt, ward er Fellow zuCambridge, und da er 17S7 einen Theil des Vermögens seines Oheims Brocklesbygeerbt hatte, so ward er nun in den Stand gesetzt, ganz unabhängig zu leben.Er ließ sich nun zu London als Arzt nieder, und verlebte in der Wohnung, die erbezog, 25 Jahre, die thätigste Zeit seines Lebens. 'Er ward bald Professor der Na-turwissenschaften an der knxal institutlvn und gab zahlreiche Schriften über Phy-sik und Mathematik heraus. In seinen Vorlesungen ging er in die Tiefen derWissenschaft ein, und lieferte mehr Stoff, als die gewöhnlichen. Ergab 1801seine Professur auf, um der Arzneikunde ausschließend zu leben; ein Vorhaben,auf welches er sich jedoch nie ganz beschränkte, da andere wissenschaftliche Forschun-gen zu großen Reiz für ihn hatten. Sein Werk: „Ouurse »s lectures nn ruNurulz»d,i<>sagl>7 -Mit tke mi-aka-ücul nrts" (2 Bde., London 1807) erhöhte seinen li-terarischen Ruf. Er ward 1810 Arzt beim Georgeshospital, erlangte aber keinesehr ausgedehnte Praxis, weil er manche Mittel, das Zutrauen der Menge zu ge-winnen, verschmähte. In das „tzuarterft reriovv" lieferte er viele Aufsätze, z. B.die gelehrte Recension über Adelung's Mithridates, die ihn wahrscheinlich zuerstauf die Untersuchung der alten ägyptischen Schrift und Sprache, welche er seitdemmit so vielem Eifer unternahm, geführt hat.
V. erhielt 1814 von Boughton einige Papyrusrollen, und lernte zu gleicherZeit die nach London gebrachte roscttische Inschrift kennen. Er lieferte im folgen-den Jahre „Hemaric.-an blg^gtiun ;»ap^ri, null an-lie inooriptiau »fftosettu"in der „^rrbaealagiu", welche die Gesellschaft der Alterthumsforscher herausgab.Gleichfalls 1815 gab er in der Zeitschrift „5Iu», um criticum" eine muthmaßlicheÜbersetzung des ganzen enchorischen Abschnittes der kosmischen Inschrift, die Ent-zifferung aller darin vorkommenden Eigennamen und die Erklärung von 80 andernWörtern dieses Abschnittes, nebst dem hieraus sich ergebenden Alphabete der en-chorischen Schrift. In dieser Bearbeitung des enchorischen Theiles der kosmischenInschrift ist er seitdem noch nicht übectroffen worden. Er suchte die koptische