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Die Ereignisse, die der Juliusrevolution folgten, begünstigten diese» EntwurfW. gewann im Aug. 1830 nicht nur mehre Bürger der Hauptstadt für seine Ab-sichten, sondern verstärkte auch den Bund iinmer mehr durch die Officirre der pol-nischen Besatzung und die Zöglinge der Kriegsschulen, die ihm eine große Anzahlentschlossener Jünglinge lieferten, Im Oct. versammelte er nach einander die mitihm verbundenen Ofstciere, enthüllte ihnen den Plan des Bundes und leitete, trotzdn, wachsamen Kundschaftern der Regierung, mit großer Klugheit seine Entwürfe.M Vorbereitungen zum Ausbruche des Aufstandes waren am 29. Nov. vollendet.Zuerst sollte die russische Besatzung entwaffnet werden. W. wollte an der Spitze«en 200 Zöglingen der Fähnrichsschule die drei Reiterregimenter in ihre Kasemeneinschließen. Als die Verschworenen ihre Rollen übernommen hatten, eilte er indie Schule, rief die Jünglinge zu den Waffen, vertheilte Patronen unter sie undführte sie gegen die Easernen der Reiter, die eben aufgesessen waren. Die Fähn-riche griffen mit jugendlicher Verwegenheit an, aber der Plan, die Reiter in diegroße Kaserne einzuschließen, konnte nicht gelingen, da die erwartete Verstärkungvon 6 Compagnien Fußvolk sich verspätete. In Gefahr, von der Reiterei um-gangen und von der Stadt abgeschnitten zu werden, befahl er seinen Gefährten,sich mit dem Bajonet den Weg durch die Feinde zu bahnen, und nach wiederholtenAngriffen drangen sie in das Zeughaus im Mittelpunkte der Stadt, wo W. einenTheil der polnischen Besatzung mit Geschütz find. Nachdem er für die Sicherheitdieses Punctes gesorgt hatte, begab er sich mit seinen jungen Waffengefährten aufden Weg nach Belvedere, und nahm Theil an dem Kampfe während der übri-gen Nacht. (Vergl. Polen.) Chlopirki kam mit unumschränkter Gewaltm die Spitze des Aufstandes. W. schloß sich ihm mit seinen Gefährten an,Md vertheidigte oft den Dictator gegen die Beschuldigungen und Verdächtigungen,die bald gegen ihn laut wurden. Nach der Abschaffung der Dictatur im Jan.M ward er zum Hauptmann und Flügeladjutanten des Fürsten von Radzivillmannt, und focht tapfer bei Okuniew, bei Wawre und bei Grochow. Alskkrjyneck! die Führung des Heeres übernommen hatte, mußte sich W. zu der nachBolhpnien ziehenden Heerabtheilung des Generals Dwernicki begeben, deren Ge-fahren und Beschwerden er vom März bis zum Übergänge auf das östreichische Ge-ilet theilte. Er blieb nicht lange in Galizien, sondern entfloh nach Warschau, won alS Oberst des 10. Regiments gegen die Russen focht, welche die Stadt einge-Uoffen hatten. Er erhielt den Befehl über das Fußvolk, daß die wichtige Redoute>en Wola vertheidigte. Als die Russen am 6. Scpt. nach einem blutigen Kampfeiie Redoute erstürmten, ward W. in dem Augenblick, wo die Feinde die Brust-»ehr erstiegen, von einem Kartätschenstücke schwer verwundet und von denBussen gefangen. Nach der Einnahme der Stadt ward er wieder in den Ker-geführt und den Gerichten übergeben. das unter dem Vorsitze des GeneralsNitt zur Verurtheilung der gefangenen Theilnehmcr des Aufstandes niedergesetzt»mde.
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, Wyß (Johann Rudolf), Professor der Philosophie und OberbibliothekaDichter der Jüngere, als Professor der Ältere genannt), wurde am 13. Märzu Bern geboren. Mit reichen Talenten begabt und theils auf der hoherschule seiner Vaterstadt, theils auf deutschen Universitäten gebildet, zeichnete e^ frühzeitig so Vortheilhaft aus, daß ibm schon in seinem 25. Jahre der philosoMische Lehrstuhl an der ncubegründeken Akademie zu Bern übertragen wurde. Jrs-'"r Wirkungskreise blieb er bis zu seinem Ende thätig, und wie er auch außer.r b des Hörsaals der Philosophie besonders in Anwendung auf das Leben EingancErschaffen suchte, zeigen seine „Vorlesungen über das höchste Gut" (2 Thle.mgen 1811), die selbst in Deutschland mit nicht geringem Beifall aufgenonr" wurden. In keinem Zweige des Wiff-nS fremd, fühlte er sich jedoch von bei