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Wysocki
erst im Aug. den Einfluß des Dellowstone. Von hier schiffte er unter vielerlei Ge-fahren in einem großen ausgehöhlten Baumstamm die ungeheure Strecke den Mis-soury hinab bis St.-Louis (über 15<X> englische Meilen), nachdem er einer Bandeihm nachstellender Rikaras kaum mit dem Leben entronnen war. Bon St.-Louis,wo er im Oct. angekommen, reiste der Herzog weiter stromabwärts, und scheiterteauf demselben Platze bei Genevieve, wo er sieben Jahre vorher mit dem Cincinnativerunglückt war. Er reisctc nun zu Lande nach Neumadrid, um diese durch Erd-beben höchst merkwürdig gewordene Gegend näher zu beobachten, und blieb daselbstüber acht Tage. In Neuorleans angekommen, schiffte er sich nach Tampico deTaumalipaS ein, reiste von da, nachdem er sich eine Caravane gebildet hakte, durchdie reizenden, aber beinahe unwegsamen Schluchten der Kanada de Thaeolula, ei-ner der wichtigsten Gegenden am Abhänge der östlichen Andeskette, welche sowoldem Geognosten als dem Botaniker unendliche Schätze gewährt. Von hier aus er-stieg der Herzog die erste Kette der Anden, nahm den Weg über Zaqualtipan undAtotonilco el grande, nach dem berühmten Bergwerke von Mineral del monte,und erreichte im Febr. 1831 glücklich die große Hauptstadt des alten Reiches derAzteken. Von dem Präsidenten Bustamente zuvorkommend empfangen, fand erunbeschränkten Zutritt zu allen wissenschaftlichen Quellen jener amerikanischenHauptstadt, und alle möglichen Mittel seine Kenntnisse zu erweitern. Umständenöthigten ihn, sich wieder in Tampico einzuschiffen. Von Neuorleans begab sichder Herzog über Cincinnati nach Pittsburg s von da zu Lande über den See Erie;dann über Bufalo, Niagara, Genova, Albani nach Neuyork, besuchte Phila-delphia, Baltimore und Washington, und erreichte Frankreich und das Ende sei-ner Reise im Jul. 1831. Die höchst reichhaltige nakurhistorifche Sammlung desHerzogs, die Gesammtausbeute seiner Reisen enthaltend, befindet sich in seinerResidenz, im Schlosse zu Mcrgenthcim, wo sie allen Freunden der Wissenschaftmit der bereitwilligsten Gefälligkeit gezeigt wird. (13)
Wysocki (Peter), Hauptdeförderer des Aufstandes in Polen, geboren1799 zu Warschau, trat 1817 als Freiwilliger in das Grenadicrregiment der pol-nischen Garde, wurde 1818 Unterofficicr und kam 1874 in die Fähnrichsschulezu Warschau, wo er sich, außer den militairischen Studien, mit mehren andernZweigen des Wissens beschäftigte, die bei seiner ersten Erziehung waren vernach-lässigt worden, besonders aber zog ihn das Gebiet der Geschichte an, wo er mitVorliebe bei denjenigen Abschnitten verweilte, welche ihm zu Vergleichungcn mitder Lage seines Vaterlandes Stoff darboten. Er gewann unter feinen Waffenge-sahrten zahlreiche Freunde, welchen er seine Begeisterung für vaterländische Ange-legenheiten mitzutheilen wußte, und als er 1827 Unterlieutenmt ward und zu-gleich alS Jnspectionsofsicier an der Schule Unterricht in den Anfangsgründen derTaktik ertheilen mußte, wurden mehre seiner Waffenbrüder seine Untergebenen, abeter wußte die Pflichten der Freundschaft mit den Folterungen der Disciplin zu verei-nigen. DaS Mislingen der Verschwörung in Rußland nach dem Tode Alexandershatte eine nachlheilige Rückwirkung auf die Lage der zur Erringung der Unabhän-gigkeit ihres Vaterlandes vereinigten Polen, aber obgleich der Bund aufgelöstwurde, so blieben doch die Elemente unversehrt. W. unternahm eS 1828, eineneue Verbindung zu stiften, die er hauptsächllch durch die Zöglinge der Fähnrichs-schule verstärkte. Nach und nach zog er mehre Ofsiciere der Besatzung von War-schau in den Bund und versuchte cS, auch einflußreiche, in öffentlichen Ämternstehende Männer zu gewinnen. Der Plan, den Aufstand bei der Krönung desKaisers Nikolaus im Mai 1829 ausbrechen zu lassen und mit der Ermordungder kaiserlichen Familie zu beginnen, wurde durch die Uneinigkeit der Ver-schworenen vereitelt. W 's Absicht war nun darauf gerichtet, einen allgemeinenAufstand vorzubereiten, der in der Kriegsmacht seinen Stützpunkt finden sollte.
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