Druckschrift 
Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
859
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Wadzecksanstalt Wagner (August) 859

ulnti, Aufsätzen und Recensionen,Lehrbuch des römisch-deutschen StrafrechtS">2 Bde,, Stuttgart 182526);Die Strafakten und Strafanstalten des Kö-nigreichs Würtemberg nach der ältern und neuern Praxis und Gesetzgebung darge-stellt" (Tübingen 1832), Er lieferte schätzbare Beitrage zum 14., 15. undttz, Bande des seit dein 14, Bande von ihm in Verbindung mit Linde, vonirhr, Mittermarer, Mühlenbruch und Tbibaut herausgegebenenArchivs fürcivilistische Praxis" und dem von ihm vom 11, Bande an, früker mit Mitter-maitt und Roßhirt, jetzt mit Abegg, Birnbaum, Heffter und Mittermarer her-ausgegebenenNeuen Archiv des CriminalrechtS", Endlich gründete er »ritMobl, Rogge, Schrader, Scheurlen und R, Wächter die seit 1826 in TübingenerschieneneKritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft", Sie enthält von iirm eineReihe von Recensionen, eine Übersicht über würtembergische Privat-und Siraf-rechtsgesetzgebung und andere Abhandlungen, (43)

Wadzecksanstalt in Berlin. Diese am 3, Aug, 1819 gestiftete Erzie-hungsanstalt für arme hülfloie Waisen vereint alle Vorzüge der in den großen Städ-ten deS südlichen Europas für nothwendig erachteten Findelhäuser, ohne dereniibelständc zu theilen. Gegenwärtig befinden sich in dieser Anstalt 400 Kinder, theilsVater- und mutterlose Waisen, theils Kinder verarmter Ältern, die von der Ge-meinde sonst nicht untergebracht werden könnten. Die Zöglinge empfangen von derzartesten Kindheit an die sorgsamste Pflege und auch hinsichtlich der Geistes- undHerzensrultur wird Alles aufgeboten, um sie für das bürgerliche Leben tüchtig zumachen, und die übclstände, die ihre Geburt hervorrief, auszugleichen. Die An-stalt kostet dem Staate nichts; sie besteht lediglich durch milde Beiträge, und deredle Stifter derselben, der am 2. Mai 1822 verstorbene Professor Wadzeck, hattenicht blos das Verdienst gehabt, den Plan zu entwerfen und das Werk ins Lebenzurufen, sondern auch im Publikum den Sinn für Aufrechthaltung desselben zuerwecken. Nach seinem Tode leitete ein Vorstand von 10, unter den Unterstützerndes Instituts erwählten Personen die Herbeischaffung und Verwendung der Mit-tel; 70 Frauen und 30 Jungfrauen aus den verschiedensten Ständen führen überdie Mädchen die specielle Aufsicht und unterrichten dieselben in weiblichen Handar-beiten, Das Protectorat der Anstalt führen die Kronprinzessin und die Prin-zessin Alexandrine, Erbgroßherzogm von Mecklenburg-Schwerin Nach der letztemführt die Alexandrincnanstalk, em Nebeninstitut, den Namen, das den Zweck hat,aus den bereits erzogenen und erwachsenen Mädchen gute Kinderwäcterinnen zubilden. DasNeue berliner Wochenblatt", welches zum Besten der Wadzecksan-stalt herausgegeben wild, ward ebenfalls vom Stifter des Instituts gegründet. Esverbindet Belehrung nur Unterhaltung für die Mittelklassen des PublicumS, gibtWe Hausmannskost, sowol in den moralischen Erzählungen als den technologi-schen und für das HauS- und das Familienleben gemeinnützlichen Notizen und Auf-sätzen. Neue Erfindungen und Entdeckungen, die ins Gebiet des praktischenrebens einschlagen und dem Handwerker förderlich sein können, finden hier ihr«Stelle und die Auswahl und Behutsamkeit der Mittheilungen, die hier nöthig>vird, ist das besondere Verdienst des Redacteurs A, Werg, Die Singakademiedagtdurch die Aufführung von Oratorien zum Besten der Wadzecksanstalt viel zur»««stützung bei, (76)

Wagner (August), preußischer Oberstlieutenant im großen Generalstabe,S'bocen zu Werffenfels am 13. Lct. 1777, widmete sich zuerst in Schulpforte undeuf der Universität zu Leipzig den Wissenschaften, trat 1808 in östreichischennegsdienst, wohnte dem Feldzuge von 1809 bei, ward nach demselben im KriegS-«rchm beschäftigt, machte die Feldzüge von 1813 und 1814 als Generalstabsoffi-illr und trat 1815 in preußische Dienste. Bereits 1808 erschienen von ihmGründ-et der reinen Strategie", allein das seit 1821 von ihm herausgegebene Werk: