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Stüve
immer unter den Ersten. Die Unfälle von 1805 hat er Monate vor Erjx.nung des Feldzugs vorhergesagt, sobald ihm nach der Plötzlichen Entfernung dijGeneralqwartiermeisters Ma?er von Hcldenfeld und der Ernennung Prohaztz,',jene unheilvollen Tage vor Augen standen, an welchen so viel EnthusiasmusSelbstverleugnung auf eine deklagenswerthe Meise erfolglos blieben. DerlhhsreiungSkrieg war von Leipzig bis Paris ein neuer Schauplatz von S.'s Birdii»,stell und er hat auch nach dem hergestellten Weltsrieden an der Reorganisirung»,,Armee, und besonders ihrer instructivcn Zweige, als Hofkriegsrath rastlos »»zscharfsinnig gearbeitet. Obgleich in vorgerücktem Alter, starb er immer noch j,früh für die Armee, die seine Intelligenz, seinen Charakter und seine umsichtig!Thätigkeit ehrte. (17)
Stüve (Johann Karl Bertram), geboren am 4. März 1798, ScheuchdeS Königreichs Hanover und Bürgermeister der Stadt Osnabrück, hat an d„wesentlichen und wichtigen Reformen in der Verfassung und Verwaltung deSKe-nigrcichS Hanover einen so bedeutenden Antheil, daß er unter den Mannn», dieeine bessere Zukunft über da« deutsche Vaterland herbeizuführen berufen sind, mitehrenvoller Auszeichnung genannt zu werden verdient. Sein 1813 verstorben«Vater, Bürgermeister zu Osnabrück, war durch seine Stellung an der Spitzet«städtischen Administration, wie durch seine ausgezeichnete Thätigkeit und Tüchtig-keit der Mittelpunkt der wichtigsten Sradtgeschäfte zu einer Zeit, in welcher il»viermaliger Regierungswechsel neben immer neuen Organisationsarbciten ihn INReisen nach Hanover, Kastei, Hamburg und Paris, wohin er zuletzt als Mitglieddes Onrpo löxislaüs zu wiederholten Malen berufen wurde, veranlaßte, und in-dem di-S in dem Sohne schon früh ein reges Interesse für das Öffentliche erweckte,brachte es seine Erziehung mehr in die Hände einer an Geist und Herzen vortreff-lich gebildeten, aber strengen und allzu ernsten Mutter, woraus so manche Er-scheinungen in S.'S Individualität sich genügend erklären lassen. In Berlin undGöttingen studirtc er von 1817 — 20 die Rechte, obgleich nach seiner Eigenthüm-lichkeit auch hier von der gewöhnlichen Studirmethode insofern abweichend, baß aweniger Vorlesungen hörte, als vielmehr durch unmittelbares Quellenstudium sichselbständig mit der Wissenschaft vertraut machte. In Berlin war er ein eifrige«Mitglied der dortigen, von ihren uisprünglich cdeln Zwecken damals noch nicht ab-gewichenen allgemeinen Burschenschaft und ein rüstiger Turner, wie denn über-haupt körperliche Anstrengungen aller Art ihm auch für sein reiferes Alter zu einemunentbehrlichen Bedürfnisse geworden sind. In Göttingen zum Doctor der Rechtepromovirt, kehrte S. Ostern 1820 nach seiner Vaterstadt zurück und erwarb sichdort als Advoiat durch gründliche Kenntnisse, Fleiß und Rechtlichkeit so allgemei-nes Vertrauen, daß er als 25jährizcr junger Mann im Febr. 1824 als Deputir-ker der Stadt Osnabrück in die zweite Kammer der hanöverischen Ständeversamm-lung abgeordnet wurde, was in einer Zeit, wo fast nur vornehme StaalSdien«und Magistrat-personen in der zweiten Kammer saßen, wirklich viel sagen wollte.Mit jugendlicher Blödigkeit betrat er eine Laufbahn, in welcher er zum Heil« beiLandes die glänzendsten Siege zu erkämpfen berufen war, und so groß war seine Be-scheidenheit und sein MiStrauen in die eigne Kraft, daß er während der Dauer jn»iLandtags nicht ein einziges Mal in der Versammlung redete. Um so eifriger ab«benutzte er seine neue Stellung, mit dem ihm eigenthümlichen Scharfblick Men-schen und Verhältnisse zu studiren und sich einen Schatz der vielseitigsten Kennt-nisse von der Verfassung und Verwaltung des Königreichs und der einzelnen kamdestheile zu erwirken, mit welchem er in spätern Jahren so wohlthätig wucherte. l.b>gleich er bis zum Jahre 1830 bei der Verhandlung wichtigerer, den Ansichten "Regierung nicht entsprechenden Fragen gewöhnlich in der Minorität blieb, ft d>eihn dieS doch nicht ab, eine in der Form gemäßigte, auf gründliche Kenntnisse un
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