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Sachsen seit dem.Jahre 1827
kalend» heraus. Im Jahre 1832 erschienen in Sachsen 106 Zeitschriften, Zeiaingen und Wochenblätter, von welchen 52 aus Leipzig, 7 aus Dresden, 12 aufAlttau kamen. Auch in der ueuesten Zeit zeigte sich has dringende Bedürfniß, denliterarische» Verkehr von allen Hemmungen ss, befreien; aber bie von der sackst--schen Regierung mit Preußen geschlossene Übereinkunft zur Abwehr des Bücher-nachdrucks kann nur schwachen Schutz gewähre», so lange nickt allgemeine bun-desgesetzliche Unordnungen Hülfe bringen. Ein Preßgeütz ist zwar 1833 denStänden zur Beratbung vorgelegt worden, doch haben sich Siimmyn dagegen er-hoben, welche den bestehenden auf das Gehtz vom Jahre 1812 und die BundeS-dcschlüffe von 1819 gegründeten Zustand den Verfügungen jenes Entwurfes fastvorziehen wollten.
Welche äußern und innern Hemmungen seit einer Reihe von Jahren auf dengewerblichen Verkehr Sachsens nachtbeilig gewirkt haben, ist bereits angedeutetworden. Die Seele des sächsischen Handels, Ausfubc- und Durchgangshandel,war gelähmt. Die Regierung versuchte manche Hüls«. Sie nahm an dem vonden Hansestädten mit den Vereinigten Staaten 1827 geschlossenen Handelsver-träge lebhaften Uniheil, um die Elbschifsabrt zu beleben. Sparer ward auch mitMerico ein Handelsvertrag abgeschlossen. Kaufleute und Fabrikanten wurden zuden Berathungen der Cominerzdeputarion gezogen, die seit 1829 unter Lindcnau'sVorsitz vielfach fördernd und ermunternd wirkte; aber diese und andere Bemühun-gen konnten den äußern Störungen nicht abhelfen. So wurden die sächsischen Fa-brikate in der neuesten Zeit von den russischen Märkten verdrängt, wo sie früherdrrn Übergewichte des englischen widerstanden hatten, was vorzüglich die Baum-wollrnanuf-utur, dem wichtigsten Fabrikzwei.; des .Landes, empfindlich traf.Unter solchen Umständen gingen endlich aus der Mitte des Gewerbstandes Wün-sche für die Anschließung an den preußisch-deutschen Zollverein hervor. Wahrendoder da« Fabrlklntriess» sich dafür erklärte, fürchtete der Handel eine Verletzung,and bie verschiedenen Interessen wurden vielfältig, freilich auch aus einseitigemGesichtspunkte besprochen, der den Geiammtvortheil »erkannte, in welchem diestreitenden Sonderinkerefsen ihre Ausgleichung finden. Je näher indeß, mit Zu-stimmung der Landstände, die Ausführung des Unvermeidlichen kam, desto mehrschienen sich die Besorgnisse zu beruhigen, da man erwarte», daß auch der fürLachsen so nichtige Zwischenhandel Beachrnng gefunden habe und bei der Aussichtauf eine immer weitere räumliche Ausdehnung des Vereins, der sa en:-!!ch auch anentfernter» Schranken rütteln konnte, die Vortheile der Anschließung für das ge-Iverbfleißlg! Sachsen steigen müßten.
Für die Beförderung der Gewerbthätigk-a't km Innern wirkte die Regierungtheils durch unmittelbare Unterstützung, theils durch aufmunternde Tlnstalren,durch Wegräumung mancher Hindernisse des Verkehrs und durch Beg'm;tlgungder au« dem Gewerbstande selbst hervvrgegangencn 'Anstrengungen. Sie unter-stützt« einzelne Industriezweige; sie eröffnete zur Beförderung der Landwirthschastund d,S Grwerbfleiße« PreiSbewerbungen kür die Jahre 1832—37, und ver-sprach unter andern ansehnliche Belohnungen für Einführung der Seidenzucht, fürdie Auffindung von Steinkohlenlagern in der Gegend von Ehemnltz. dem Mittel-punkte der sächsischen Fabrlkthätigkelt, für Verbesserung des Weinbaus, für denAnbau von Gräsern zu Strohgeflechten, für die Auffindung von Steinen zur Li-thograpbie, für die Ausbildung von Blinden und Taubstummen zu Gewerben.Der Bekanntmachung von 1832, daß alle zum vf!<nrlichcn Dienste im-Eivil-,Hof- und Militairetak erfoderlichen Bedürfnisse und Fabrikate, wenn sie dkn aus-ländischen gleich kamen, im Jnlande angekauft werden sollten, wirkte gleichfallsermunternd und in Erinnerung an frühere Beschwerden wohlthätig Die mit derKunstausstellung verbundenen Ausstellungen von Gewerbcrzeugnissm wurden je-