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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
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2 Sachs Sachsen seit dem Jahre 1827

gelegtenHacneil lies traitäs" lieferte er seit 1829 mehre Ergänzungibande, dieauch unter dem besondern Titel:ldü'llreau recueni >lc« trultäs", ausgegebenwurden. Sein neuestes Werk ist:Handbuch des positiven Völkerrechts" (Tü-bingen 1833).

Sachs (Ludwig Wilhelm), Professor zu Königsberg, wurde 1787 zuGroßglogau geboren und in Königsberg erzogen, wo seine Altern in seinen Kinder-jnhren ihren Wohnsitz »ahmen. Zum Kaufmann bestimmt, kam er nach denSchuljahren in die Lehre, fühlte aber bald die größte Abneigung gegen diese Be-schäftigung, und als er, 17 Jahre alt, sich von derselben losgerissen hatte, faßte erden Entschluß, der Arzneikunde sich zu widmen. Nachdem er durch Privatunterrichtsich die nöthigen Vorkenntnisse zu einem wissenschaftlichen Studium erworbenhatte, bezog er die Universität zu Königsberg, ging spater nach Berlin und Göttin-gen und kehrte 1812 nach Königsberg zurück, um beiden daselbst errichteten KriegS-spitälern die Stelle eines Oberarztes zu übcrnehmrn. In diesem für seine praktischeAusbildung förderlichen Wirkungskreise blieb er bis 1814, wo er sich der Prival-praxis zu widmen begann. Er trat 1816 als Privatdocent auf, wurde 1818 au-ßerordentlicher, 1826 ordentlicher Professor der praktischen Medicin und erhielt1832 die Oirection der Poliklinik. Schon 1821 hatte er seineGrundlinien zueiuem natürlichen dynamischen System der praktischen Medicin" (1. Bd, Berlin1821) herausgegeben, die cr unvollendet ließ; dagegen aber entwickelte er seine An-sichten umständlicher in seinemHandbuchi des natürlichen Systems der praktischenMcdicin"(I. und2 Bd., Leipzig 1828 29). In Verbindung mit Dulk be-gann er das auf vier Bände berechneteHandwörterbuch der praktischen Arzneimit-tellehre" (1. und 2. Thl., Königsberg 1830 32). Er hatte bei diesem Werkeden doppelten Zweck, erstens mehr, als es bisher geschehen, die Arzneiwirkungen denKrankheitserscheinungen, gegen welche die Heilmittel angewendet werden, gegen-überzustellen und eben dadurch die Heilung mittels der 'Arzneien zur Einsicht z»erheben; zweitens aber, ohne bei dieser Bearbeitung der Arzneimittellehre ein eig-nes pharmakologischeS System aufzustellen oder ein anderes anzunehmen, thatsäch-lich darzuthun, wie sehr das von ihm aufgestellte natürliche System der Medicinsich wirklich als ein natürliches erweise, selbst wenn jeder äußere Zusammenhangvermieden, ja absichtlich ausgelöst ist. Durch seine Schriftüber Wissen undGewissen" (Königsberg 1828), die wirklich gehaltene Vorlesungen mittheilt, sollte«heil« die innige Verbindung und gegenseitige Unterstützung des ethischen und wis-senschaftlichen Princips dargelegt, theils aber die fortlaufende wissenschaftlicheEntwickelung der Medicin in den Hauptmomenten der Geschichte dieser Wissen-schaft anschaulich gemacht werden Seine neueste Schrift führt den Titel:DieCholera, nach eignen Beobachtungen in der Epidemie zu Königsberg im Jahre1831 nosologisch und therapeutisch dargestellt" (Königsberg 1832).

Sachsen seit dem Jahre 1827. AIS am 4 Mai 1827 in denAbendstunden die Kirchen DreSdenS sich öffneten und das Volk sich versammelte,für den sterbenden König zu beten, mochte Mancher, dem Todtengericht der Ge-schichte vorgreifend, einen Blick auf die lang» Lebensbahn des Fürsten*) werfen,der nur die ersten Stunden des folgenden TageS erlebte. Den Verfassungsformenund den VerwaltungSgrundsähen, an welchen Friedrich August über ein balbcSJahrhundert unverbrüchlich festgehalten, versprach auch sein Nachfolger Bestandund Fortdauer; aber schon drei Jahre später, am S. Ock. 1830, wurde vvm Throneherab die Überzeugung von der Nothwendigkeit eingreifender Verbesserungen in der

') Die Geschichte Sachsens von 1768 I8S7 hat Pölih In seinem Werke: ,,D'eRegierung Ar'edrich August'« König« von Eachsen" (2 Bde, Leipzig l»SN) , d<-so der» in Beziehung auf die innern Verhältnisse durch relchhgttlgc handschrsiuicheM.ttlniluugeu unterstützt, umfassend dargestellt

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