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Kurze Darstellung der sphärischen Trigonometrie
Entstehung
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H. 42.

Die Gegenden des Himmels, durch welche die Son-enbahn als ein größter Kreis geführt werden muß,machen sich durch mancherlei Erscheinungen so merk-würdig, daß man auf jeder Seite derselben in einerEntfernung von zehn Graden Parallelkreise, gleichsamals gewisse Grenzlinien gezogen hat. Diesen Theil derHimmelskugel haben bereits die ältesten Sternkundigenmit Bildern besetzt, welche so wohl auf die zu gewissenZeiten des Jahres vorzunehmenden Beschäftigungen, alsauch auf die Einrichtungen der Natur, eine nahe Be-ziehung hatten. Der Krebs stellt auf eine sehr sinnlicheArt die Rückkehr der Sonne vor, die Wage theilet demTage und der Nacht eine gleiche Anzahl Stunden z»,der Schütze führet die Zeiten der Jagd herbei rc. Indiesen Bildern findet man wohl nun noch einige Spu-ren eines hohen Alterthumes, und wenn gleich die Grie-chen späterhin alles mit ihren Nationalgötzen und Hel-den vertauschten; so ist doch so viel wahrscheinlich, daßsie wenigstens einige Sternbilder dieser Gegend unver-ändert ließen, welche sich bis auf unsere Zeiten erhaltenhaben. Da nun die meisten dieser Sterne mit demNahmen gewisser Thiere belegt sind, so nennt man diesein die gedachten Schranken eingeschlossene Himmelszone,den Thierkreis, der aber mit der Ekliptik nichtverwechselt werden muß, indem diese auf der Him-melskugel durch eine Kreislinie, hingegen der Thier-kreis, ungeachtet seiner Benennung einen gewissen,durch die oben gedachten Parallelkreise, bestimmtenRaum einschließt.