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könne, das nickt schon lange durch den am Kreuz ge-tödteten Leib Christi verschafft worden sei; dass esfolglich Herabwürdigung der Wirkungen des TodesJesu sei, wenn man sagen wolle, dass noch sein Leihim Abendmahl etwas wirken solle. Die Worte, Neh-met hin und esset, schienen ihm in keiner Verbin-dung zu stehen mit den folgenden, das ist meinLeib. Mit diesen habe Christus nur von seinem da-mals wirklich gegenwärtigen Leihe geredet und garnicht daran gedacht, seinen Jüngern zu sagen, dasssie seinen Leih essen sollten.
Fand auch diese Erklärung nicht sogleich Beifall,so stimmten doch Mehrere, auch Martin ßueer,darin mit Carlstadt überein, dass die Annahme einerwirklichen Gegenwart des Leibes und Blutes Christiunnöthig sei und zw ecklosen Streit verursache. Lutherseihst erklärte sich aber gegen Carlstadt in einer be-sondern Schrift, behauptete seine Ueberzeugung vonder Gegenwart Christi im Abendmahl aufs Neue, ge-stand aber offen, dass er nicht wisse, wie der Herrins Sacrament komme.
Wichtiger wurde dieser Kampf, als die schwei-zerischen Reformatoren, Zwingli und Oecolampa-dius, die Carlstadtsche Vorstellung aufzunehmen unddie Lutherische von leiblicher Geniessung Christi imAbendmahl, anzugreifen begannen.*) Zwingli er-klärte: Da Christus einen leiblichen Genuss seines
Fleisches selber verworfen habe, (Job. VI, 63.) so sei
*) Vgl. bes. Zwinglii epist. ad Mattb. Alberum, vom 16.Nov. i5i4 und dessen Comment. de vera et falsa relig. 1025. Job.O e c o 1 a in p a d i i de vera et genuiua verhör, domiui etc. expositioneBas. 1025. und dessen Antisyngramma, i52Ö,